Mit der Natur verbunden leben (Lebensreformbewegung)

Immer schon faszinierte mich die Verbindung zwischen  Haus und Garten. Es braucht zwischen beiden eine Art Bindeglied, einen besonderen Raum.

Der Schuppen früherer Zeiten ist es, der mich besonders inspiriert. Heute ist es meist ein quadratisches Gartenhäuschen, in dem nicht viel Platz ist, stickig und unangenehm.
Ich denke, es ist ein wichtiger Faktor. Nicht nur finden sich im Schuppen die Gartengeräte. Denn die Erzeugnisse der Natur können in einem genügend grossen Schuppen weiter bearbeitet werden. Wenn man einen kleinen Garten hat, erscheint das althergebrachte Wohnzimmer interessant, um eine neue Funktion zu übernehmen, nämlich die des Schuppens. Das Wohnzimmer liegt nämlich mehrheitlich auf der Südseite, und hat den meist einzigen Zugang zum Garten.

Ob man die Gartenwerkzeuge in einem kleineren Gartenhäuschen oder gar im Haus verstaut, mag dahin gestellt sein; ich nutze den freien Platz in unserem Garten lieber für irgendeinen Busch. Der Schuppen „Wohnzimmer“ kann ein Ort sein, wo es genügend Raum gibt, um sich mit der Natur zu beschäftigen. Vieles ist hier denkbar. Aber natürlich recht anders, als wie man gewöhnlich das „Wohnzimmer“ nutzt. Es würde jetzt mehr zum Ort schöpferischen Wirkens, der Entdeckungsreisen  usw.. – das Fernsehen ist ja bereits seit gut einem Jahrzehnt ein Relikt bei einer steigenden Menge von Leuten.

Es hört sich nach wenig an, aber es kann einiges zusammen kommen. Wenn man zB emsig Mülltrennung betreibt, schafft man nebenbei dadurch einen eigenen Bezug zur Natur. Wobei ich keinen Ekel empfinde, solange der Küchenabfall nicht bereits zusammengepanscht in einem Eimer gelandet ist. Wenn man einen Komposter pflegt, und überhaupt viel an Naturerzeugnissen sortieren tut, dann ist die meist kleinere Küche sogar wegen dem geringen Platz weniger geeignet für sowas.
Umso größer ein Raum, in dem man tätig wird, desto geordneter bleibt alles. Und dass man täglich mit der Natur beschäftigt sein kann, ergibt sich mir aus Erfahrung in den Sommermonaten. Es ist doch stets nötig Essen zuzubereiten und wofür hat man seine Kräuter im Garten?

Ausserdem findet das neue Leben auf dieser Erde auch immer mehr Verlangen nach kreativen Ausdruck. Auch dafür braucht man Platz. Dinge, die man mal stehen lassen kann, und nicht wegen der erwünschten (Pseudo-)Ordnung beiseite räumen muss.
Behaglich und wohnlich erscheint mir ein Raum durch die Sitzgelegenheiten, die sich ja immer noch bieten.

Architektur, Wirkung auf unser Bewusstsein und Feng Shui

Das Fachwerk-Haus meiner Großeltern blieb mir in lebhafter Erinnerung. Ich verglich alles spätere, was ich an Architektur begegnete, mit diesem Haus. Teils waren die Räume und Flure geschlossen, teils geöffnet, aber alles aufgrund der Fensteranordnung mit genügend Licht, was eine zwischen Schatten und Dunkel tangierende angenehme Atmosphäre schuf. Das war einfach fantastisch, und dabei war es kein besonders großes Haus.

Was war das Besondere? Mir fiel es erst später auf. Es ist, dass wir täglich durch ein Haus gehen, das kann uns sehr stark prägen! Gibt es öffnende Flure, das heisst, sind sie lang, und mit Tageslicht versehen, oder haben sie etwas dunkles an sich, sind geschlossen und quadratisch?

Täglich durch so einen Gang zu gehen, erscheint mir immer wie ein Präludium zu einer späteren Tätigkeit, die dann in den Räumen geschieht. Ich finde, die subtile Beeinflussung durch unsere Architektur kann man mal hervorheben. Immerhin gibt es auch das fernöstliche feng shui. Das an dieser Stelle nur daran erinnern soll, dass Energien je nach Raumlage, und Anordnung von Fenstern und Türen eine andere Wirkung bekommen können. Ich habe dahingehend erfahren, dass eine Tür und ein Fenster auf einer Linie tatsächlich absolut ungünstig sind. Das entsprechende Zimmer wird energetisch immer wieder „leer gefegt“. Eine 100%ige Abhilfe schuf ein hoher Schrank, den ich einfach quer vor die Tür stellte. Die Tür öffnet sich nach innen und trotz Schrank bietet sich genügend Platz zum Rein- und Rausgehen. Der Schrank verkleinert den Raum nur unwesentlich, da die Tür und damit  der Schrank glücklicherweise an einer Ecke des Raumes ist.

Ich denke, die Architektur in Japan oder China wird auf solche Dinge sehr oft denken, und ich bin der Ansicht, Kreativität und Originalität ebenso wie ein autarkes Bewusstsein (Selbstbestimmung) können durch eine entsprechende Architektur gefördert werden, die Zentrierung, ebenso wie unsere Verbindung zur Natur.

Auf der anderen Seite stehen Tendenzen, die unsere Zerstreuung fördern, und unseren Mangel an Selbstbezug, weil man in seiner Sammlung und Zentrierung dann allein schon durch ein vorbeifahrendes Auto sehr gestört sein kann, weil dieses Auto durch ein ungünstiges Feng Shui eine erhöhte zerstreuende Wirkung erhält.
Ich will nicht sagen, dass man einer solchen (blinden) Architektur  ausgeliefert wäre, aber man kann die Räume entsprechend umgestalten, in ihrem Zweck neu bestimmen und vielleicht auch einige Grundlagen in Feng Shui beachten. So wirkt man erstaunlich gut gegen die ungestalteten Energien ein.

Lebensreform Bewegung und die Spirale des Lebens

Vor wenigen Jahren und lange Zeit nach der Kindheits-Erfahrung mit dem Haus meiner Großeltern begegnete ich dem Begriff „Lebensreform“, genauer Lebensreformbewegung. Diese Bewegung drückt sich teils auch im Jugendstil aus. Ein anderer Zweig ist die Bauhaus Tradition. Man denke an die vielen Aussagen „Kunst und Leben“. Von Kandinsky bis hin zu Joseph Beuys findet sich die Forderung, dass die Kunst und das Leben zusammengehören. Das aber setzt voraus eine Definition, was eigentlich Leben sein soll?
Vorweggenommen halte ich die Kunst für eine einfachste Sache: Sie soll uns gefallen, und die Wohn- und Lebensqualität erhöhen. Aber der gewöhnliche Geschmack an Ästhetik kann sich erweitern, und  Symbole, Stile oder ähnliches können unseren Horizont auf metaphyische Inhalte bringen. Auch Farben können dahingehend eine Rolle spielen. All die Kunst an den Wänden strahlt Energien aus. Die Kunst wird in einem Augenblick  der Losgelöstheit geschaffen, es sei denn man ist mit dem „Kopf woanders“ (und das merkt man der hergestellten Kunst auch an). Wahre Kunst, die beim Schaffen diese Losgelöstheit als Fundament besitzt, strahlt damit immer mit dieser Losgelöstheit uns an und dient unserer eigenen Fähigkeit zur Losgelöstheit. Mit Losgelöstheit meine ich die befreite Wahrnehmung, eine Vergeistigung wenn  man so will…

Die Inhalte (symbolische Aussagen, Farben, Formen) müssen dem Bewohner zuträglich sein. Was individuell verschieden aussehen kann. Bei solchen Sachen beginnt die Verbindung zwischen Kunt und Leben.

Die Zeit der typischen Lebensreformbewegung kann gesehen werden zwischen 1880 und vielleicht 1930. Auch der Begriff Künstlerkolonie stammt aus dieser Zeit. Meines Erachtens haben Schriftsteller und Künstler wie Thomas Mann noch ein goethianisch-humanistisches Ideal vor Augen gehabt. Eine Besinnung auf die antike Klassik, wo es um den Menschen und seine Stellung im Leben geht. Eine regelrechte Besinnung, dass wir Menschen als Menschen geboren werden, und nicht als Bürger. Die Frage, was ein Mensch ist, das ist eben wesentlich. Er ist kein Arbeiter, kein Trottel für andere, kein Clown für die Nutzniesser aller Art, kein Existenzialist, kein Survivalist, kein Rollenspieler, kein Irgendwas, sondern ein Mensch, der begabt ist mit menschlichen Fähigkeiten, wie zB Wahrnehmung, Erkenntnis und schöpferische Kraft.

Zwischen den Zeilen der Schriftsteller der Zeit von 1800 bis 1950 schwingt noch ein bisschen dieser Bezug auf echtes Leben mit. Mit den späteren Schriftstellern ab 1950 geht es dann nur noch um Dramen und Romane, die mir irgendwie entleert von jeder höheren Bedeutung erscheinen. Nicht mehr die Lebensreise mit ihren typischen Konflikten spielte eine Rolle, sondern Spannung und Krimis, angepasst an ein modernes (Un-)verständnis des Lebens.
Vielleicht nett zu lesen, aber ohne größere Reflektion über das eigentliche Leben. Ohne tieferen Gehalt. Darin sehe ich das grösste Manko unserer modernen Schriftstellerei, aber auch mancher Kunst: Es geht nur noch um Zeitvertreib, und nicht mehr um eine Reflektion, oder Durchdringung und Transzendierung des Lebens… (wobei die Kunst natürlich als Hauptweck die ästhetische Verschönerung des Lebens hat, was sich nie ändert – aber was sich geändert hat, ist die totale Einschränkung des Lebensgeistes in unserer heutigen Zeit und das ging in die Kunstwerke ein).

Was ist in dieser Lebensreformbewegung inbegriffen? Laut Wikipedia handelt es sich um eine „Back to the roots“ Bewegung, ein Streben zum Naturzustand. Eine Kritik an der Industrialisierung und Lebens-Entfremdung ist dort auch immer anzutreffen. Diese Lebensreformbewegung mag viele verschiedene Detail-Definitionen und Ideale haben. Aber praktisch gesehen wird es immer darauf hinaus laufen, Garten und Wohnen, bzw. Natur  und Wohnen zu verbinden. Die Natur ist der Ort, der uns erhält. Es ergibt schon logisch Sinn, daher auch in einem intakten und intensivem Bezug zur Natur zu stehen. Aber es gibt weiterhin das spirituelle Bauchgefühl, welches uns zu dieser Verbindung kommen lässt und es will   eine intakte und bewusste Verbindung sein.

Es erscheint mir auch sehr logisch. Mensch und Natur gehören zusammen. Die antike Hochkultur feierte mit ihren Spiralen, Ornamenten  und ähnlichen Symbolen das Lebensprinzip. Die Spirale gilt als Kern des Lebens. Es ist die Kraft, die sich stets erneuert – wenn auch manchmal sehr grob auf physischer Ebene durch Tod und Wiedergeburt. Jedenfalls scheinen die Pflanzen sich über jeden Teilerfolog ihres eigenen Wachstums sehr zu freuen. Es ist das Glück, wenn die Möglichkeiten sich erweitern, wenn sie sich erfüllen darin, das zu sein, was sie sein sollen. Und dasselbe gilt eigentlich auch für unser Bewusstsein. Jede Erkenntnis bringt uns weiter. Jeder bewusste Augenblick hält eine Fülle für uns bereit. Auch in solchen Momenten drückt sich das Werden aus, das Lebensprinzip. Und es ist auch ein Glück, wenn eine Kunst einlädt zur Verweilung im Augenblick.

Der Jugendstil schuf mit seinen Ornamenten und floralen Mustern eine entsprechende Atmosphäre, die stellenweise an alte Hochkulturen erinnerte, insofern die Mäander und ornamentalen Muster an das Lebensprinzip der Natur erinnert.

Gerade in der Architektur des Jugendstils fand sich vieles, um das Leben tiefgreifend zu verschönern. Wer sich jemals in einem Jugendstil Haus befand, am besten auch ein paar Tage darin leben durfte, weiss einzuschätzen, wieviel es ausmachen kann, wie die Räume eines Hauses gestaltet sind und wo die Brücken zur Natur bestehen. Der Wintergarten erhielt oft besondere Bedeutung, auch als Studierraum und Essraum. Nordseite und Südseite wurden beim Jugendstil natürlich ebenso berücksichtigt wie eigentlich bei jeder Architektur.
Leben findet statt in Ritualen, und umso wichtiger ist der Ort, wo diese Rituale wie Essen und Nahrungszubereitung oder Bürotätigkeiten stattfinden. Das Büro von früher kommt mir übrigens noch als Stube, als Bibliothek, als Ort für geistige Entdeckungsreisen vor. Das bürokratische Leben war noch nicht so übermächtig wie heute. Es war für die damaligen Verhältnisse (gemeint ist die Zeit bis 1880!) das Wirtschaften noch ein Mittel, seine Unabhängigkeit zu bewahren und wurde dementsprechend öfter und leichter als Errungenschaft erlebt. Heute erscheint das Büro als die totale Entfremdung von dem, was ursprünglich das Wirtschaften ermöglichen sollte: Freiheit. Man fühlt sich durch Behörden und Steuern wie umzingelt und das Büro wird – wenigstens aus meiner Sicht – mit negativen Assoziationen versehen.

Die Hybris der Gegenwart – Büros der Vernichtung

Vielleicht ist auch diese Entwicklung ein Hinweis, dass Kapitalismus und wirtschaftliches Handel total am menschlichen Leben und seinen Bedürfnissen vorbeizielt. Damals um 1800-1900 fiel die Abhängigkeit des durch die Kultur aufgestellten Existenzdruck und der Pflichten nicht so ins Gewicht, sofern man mit eigenem Tun sich über Wasser halten konnte und ein eigenes Haus hatte.
Die Atmosphäre des 1800-1900 Jahrhunderts spielte für das Erleben bis 1930 noch eine grosse Rolle – wer irgendetwas anbieten konnte, oder verkaufen konnte, und dafür ein Büro hatte, empfand das als eine Belohnung: dass er eben mit seinen Talenten seine Existenz verwirklichen konnte. Heute erscheint einem jedes echte Büro als die totale Abhängigkeit gegenüber jenen, die diese Abhängigkeit erzeugen: Versicherungen, Zwangsgebühren und Steuern –  all diese teuren Bausteine, für ein letzlich aus dem Ruder gelaufenes Herdenleben. Wobei diese Herde in ihrem Welt-Betrieb auf Abgründe zurennt: Ökonomie (Zins, Schulden), Ökologie (Artensterben), Umwelt (Vergiftung), Psychologie (statistisch gesehen gibt es  Industrienationen mehr unglückliche Menschen als in den sog. dritte Welt Staaten, was nicht an der dichteren Erhebung in den Industrienationen liegt), Soziologisch (soziale Verrohung; die verbale Schundsprache gilt heute als Ultima Ration jugendlichen frischen Ausdrucks – „es ekelt und kotzt mich an! So ein Scheiß“), psychosoziologisch (wie Einzelne unter der massenhypnotisierten Gesellschaft leiden), und auch gesundheitlich („wir arbeiten uns zur Krankheit“ und machen die Gesundheits-Systeme dadurch ja erst teuer).
Und einen Untergang erlebe ich auch in Sachen Intelligenz, nämlich dass die Hybris dieser Kultur von zu wenigen Leuten erkannt wird. Jeder müsste es eigentlich erkennen! Ich erkläre mir das zum Teil mit einfach fehlendem Anspruch, dem man dem Leben abgewinnen will, und andererseits dass es für sie nie anders war, und die Leute gewissermaßen hypnotisiert von der Normalität sind. Aber intelligent ist das nicht gerade, oder? Anlauf nehmend und im Saus und Braus auf den Abgrund zurennend von Ökonomie, Ökologie, Psychologie, Soziologie, Gesundheit…. – das ist mit Verlaub: Wahnsinn.

Die „Belohnung“ fällt immer geringer aus; Geld kann echtes schöpferische Wirken, besonders künstlerisches oder handwerkliches Wirken nicht ersetzen. Die schöpferischen Kräfte werden geradezu verlegt, vergessen… – so wie die Küche wird das Leben in den Norden versteckt (in die Dunkelheit der Unachtsamkeit gesperrt).
In einer anderen Zeit – so träume ich vor mich hin – würden wir Tauschgeschäfte betreiben und auch sehr viel umsonst für andere machen. Einfach weil wir froh genug sind. Und weil das Geld ein zu grosser Umweg ist. Vieles an Kosten der Systeme würde einfach eingespart, weil sie keinen Bedarf mehr decken müssen (ein gesünderes Leben braucht keine teuren Gesundheitssysteme).

So vieles geht verloren, bei unserem modernen rückschrittlichen Leben.

Spiel-Filme von heute, die  das Leben bis 1850 zeigen, offenbaren eine enge Verflechtung zwischen Natur und Leben – und das ging verloren mit der Industrialisierung. Die Lebensreformbewegung erkannte, was verloren zu gehen drohte, und postulierte einen wichtigen Gegenentwurf.

Garten und Natur

Der Garten war auch in früheren Zeiten vor allem für die eigene Produktion von Nahrungsmitteln vorgesehen. Ich bin am planen, den Rasen aus unserem Garten grössten Teils zu entfernen, und mit Blumenbeeten und Nahrungsmittelpflanzen zu ersetzen. Eine Wagenladung Steine soll als natürliche Beetbegrenzung dienen. Der Rasen erscheint mir immer nutzloser, befremdlicher, überflüssiger. Ich frage mich, warum die Leute eigentlich den Rasen so kultivieren. Für einen Riesengarten ist das wohl naheliegend, aber für kleinere Gärten eher bloße Nachahmung, weil es alle tun. Ein kleinerer Rasen verursacht dann mit dem Rasenschnitt auch nicht so viel stickstoffreichen Kompost; ausserdem ist Rasenschnitt sowieso schwer zu kompostieren (braucht genügend Luft!). Übrigens: Was Kompost angeht, ist üblicherweise immer sehr hilfreich, genügend Kohlenstoffanteile dabei zu haben in Form von Holz oder notfalls (nicht belastetes) Papier als Zusatz (zB Toilettenpapier, kein Altpapier wegen der giftigen Druckerfarbe) .

Was ist mit dem Wohnzimmer? Es besteht typischerweise aus dem neuen Mittelpunkt Fernseher. Früher war der Mittelpunkt des Lebens die Küche und der Herd. Oder der Kamin im Winter. Die Terasse im Sommer.
Sitzgelegenheiten wird es immer geben. Kann das Wohnzimmer nicht eine neue Funktion übernehmen?

Mein eigenes Wohnzimmer mit seiner Tür zum Wintergarten erscheint mir immer mehr als Gelegenheit, die Natur wieder zurückzuholen. So könnte ich mir gut vorstellen, dort die Lebensmittel bzw. Nahrung für das Essen zuzubereiten. Das würde die Nahrhungszubereitung von der dunklen Nordseite in die Sonnenseite bringen. Das bedingt natürlich, dass man das Wohnzimmer dauerhaft entsprechend einrichtet, damit es leichter wird.
Wenige Schritte zu den Kräutern und Gemüse im Garten. Mir erscheint diese Ausrichtung der Himmelsrichtungen  immer wesentlicher. Der Kühlschrank usw. können  in der ursprünglichen Küche (im Norden) bleiben. Aber Essen zubereiten und verköstigen  auf der Südseite, das macht Sinn. Energien der Sonne (Energien der Zuwendung zur Sonne) fliessen in die Zubereitung ein – eine Tatsache.

Ein Schuppen oder sonstwie besonderer Raum als Bindeglied zwischen Natur und Haus, das finde ich sehr wesentlich. Aus der Natur kommt so vieles an Rohstoffen, Stoffe wie auch Holz oder die üblichen Mittel der Nahrungszubereitung. Bald ist übrigens wieder Holunderblütenzeit. Entsprechend getrocknet können die Holunderblüten für den nächsten Winter aufbewahrt werden. Ein hervorragendes schweisstreibendes Mittel bei Erkältungen.
Vieles lässt sich sammeln und das ist etwas ganz anderes, wenn man die Naturprodukte selbst sammelt. Der lebendige Bezug zur Natur wird erweitert.

Mit einem Schuppen oder sonstigem Bindeglied hat man ein grosses Stück Integration zwischen eigenem Leben und der Natur betrieben. Es wirkt irgendwie als besondere Erfahrung auf einen zurück, nämlich Teil der Erde zu sein. Und das ist in meinen Augen nichts nebensächliches. Es ist etwas, was uns grossen Rückhalt schenkt. Nicht nur ideell oder emotional, sondern für mich sind das tatsächliche energetische Verwurzelungen, die stattfinden können, wenn unser Bezug auf die Lebensumgebung ein intakter, bewusster Bezug ist.

Utopie einer Zukunft

Ich glaube eine moderne Vision ist es, sich weitgehend selbst ernähren zu können. Wenn man den Aufstieg der Erde in Betracht zieht, scheint es ja darauf hinauszulaufen, dass sich viele Dinge ändern werden, auch unser Bedarf an Nahrungsmittel (wird geringer), wie auch möglicherweise die empfundene Zeit, die eine Pflanze braucht zum Wachsen. Das ist natürlich eine unklare Zukunft (mir ist es nicht gewiss, wie es alles wirklich sein wird).

Aber selbst wenn das nicht so wird, eines dürfte sicher sein: Der Kapitalismus wird beendet. Die Zeit des unendlichen Wachstums wird vorbei sein, die Zeit der Besitzverhältnisse ebenso. Das liegt an den psychologischen Prozessen, die der spirituelle Energieanstieg auslösen wird. Aber auch an den Prozessen auf weltlicher Ebene:
Teilweise ist die Dynamik des Kapitalismus auf Selbstzerstörung angelegt (allein der Zins beweist es). Man „bestaune“ die zahlreichen Mechanismen der Währungshüter, Deflation, Inflation, Zins, Gegenszins.  Wäre das Währungs-System nicht bereits auf schiefem Fundament gebaut, bräuchte es keine Regelmechanismen.
Der Aufstieg wird hier die Manifestation dessen zutage fördern, was als Potential bereits angelegt ist. Also der Untergang des Kapitals. Das wird allein schon viel befreien. Das Potential des Menschen ist schöpferische Kraft. Die wird befreit.

Die Erde gehört uns allen, und wir müssen es nur untereinander regeln, wie wir Land beanspruchen. Heute gehört einem Land nur auf dem Papier, der Besitzer hat manchmal sogar sein Land niemals gesehen. In Nordrheinwestfalen gehört viel Wald zB Thyssen Krupp oder RWE und so weiter. Oder der Stadt.

Dass man hierzulande so viel freie Fläche nicht benutzen kann, weil es irgendwem „gehört“, das ist bald nicht mehr denkbar. Eigentlich ist das Leben durch die Besitzverhältnisse entrechtet (Joseph Beuys) und das Recht wird zurückkommen.
So lässt sich auch denken, dass das, was in Griechenland passiert, auch hier passieren kann. Dass die Leute – wegen dem finanziellen Druck –  frei liegende (unbebaute) Flächen auch mitten in der Stadt nutzen werden, um Nahrung anzubauen.

Man kann sich vieles über die Zukunft denken, man sollte die positiven Entwürfe, die zugleich realistisch sind, bevorzugen.Was die finanziellen Belastungen angeht, habe ich eine Art Tunnel als Vision vor Augen gehabt. Der Tunnel wird eine gewisse Zeit so eng sein wie bisher, für 2-4 Jahre  scheint es mir dann etwas enger zu werden, die Belastung (Steuern, Abgaben, Kosten) steigen, aber es wird natürlich auch noch der Aufstieg uns mit seinen positiven Energien von Gelassenheit und Gleichmut helfen.
Und dann sehe ich eine Art Öffnung, wo die Bealstungen sprunghaft verschwinden – und was sich da öffnet sieht in meiner Vision aus, wie ein erster wichtiger Schritt zum goldenen Zeitalter, alles weitere wird dann auch in einer anderen Energie stattfinden; d.h. da kommt keiner mehr auf den alten Unsinn, und Lügen oder Verbrechen sind auch nicht mehr möglich, sondern Klarheit und Vernunft sind die neuen Wegweiser, neben dem aufkommenden Gespür der Leute, dass das Leben etwas Wunderbares ist, das man nutzen sollte; bisher stecken die Leute viel Energie in die Illusion (vor allem stecken sie viel Energie und Lebenskraft ins Geld, und Geld ist eine Illusion, selbst wenn alle dran glauben – tatsächlich ist der Glaube der einzige Faktor, der das Geld funktionieren lässt). Sicher, heute wäre man noch dumm beraten, würde man nicht aufs Geld achten (als Obdachloser lebt es sich bekanntlich sehr nobel)…

Ich finde wichtig, dass man sich eines vor Augen hält. Die Stimmung einer zukünftigen Zeit (vielleicht schon 2025) wird eine ganz andere sein als noch heute. Es wird weniger Druck geben, weil wir durch den Aufstieg den Wahnsinn des industrialisierten Lebens gar nicht mehr ernst nehmen werden, sondern weil wir einen anderen Ernst entdecken: Den Ernst der Leichtigkeit. Es wird uns sehr wichtig sein, dem Leben einen angemessen Rahmen zu geben. Tun die Leute es nicht, werden sie innerlich leiden.

Natur und Wohnen – warum sollte das zusammengehören? Ich denke, es ist dieselbe gefühlte Bedeutung, die alle Leute jemals hatten, die von dieser Idee schwärmten. Es fühlt sich heile an, es ist ein Ausdruck von Verbundenheit zwischen Leben des Menschen und seinem Lebensort der Natur. Eine Ganzheit entsteht.

Der Bezug zur Natur ist heute von Entfremdung geprägt. Mir kommt besonders das moderne Stadtleben vor, als fürchten geradezu die Leute die Natur. Dreckig, Mücken, Hundekacke, ein Land fern der Realität. Dass man sich unter Menschen nicht weniger  an gefährlichen Krankheiten anstecken kann, scheint aufgewogen durch die Vorteile in der sozialen  Kultur  eine Verankerung zu finden. Mir scheint aber, die Leute sind in Wahrheit untereinander sehr befremdlich, weil ihr Bezug zur Natur entfremdet ist. Der soziale Faktor soll nur den Halt geben, den man im Leben sonst nicht findet – was irgendwie das typische „nach den Erwartungen gehen“ bedeutet – was doch eine Unerfülltheit hinterlässt, weil man nicht immer so sein kann, wie man möchte – sonst würde der soziale Faktor einen mit Ignoranz oder Ablehnung bestrafen.

Diese moderne Lebensart der Entfremdung von der Natur erscheint mir geradezu wie eine Verleugnung der eigenen Wurzeln, als Mensch Teil der Natur zu sein.
Wann immer ich Pflanzen im Garten kultiviere, reflektiere ich automatisch auch mein Bewusstsein: es ist eine Erinnerung, wie herrlich dieser Planet ist, wie das Meer der Pflanzen um uns herum dasselbe tut wie wir: das Leben geniessen (und Probleme meistern). Dabei findet auch der jahreszeitliche Wechsel seinen Widerhall. Mit der Natur zu gehen, erscheint mir irgendwie mehr als nur opportun, es ist geradezu notwendig.

Jedenfalls liegt ein grosser Reiz darin, den Mittelpunkt des Lebens nicht mehr in der Abtrennung von der Natur zu sehen, in einem isolierten naturentfremdeten Haus, sondern die Natur miteinzubeziehen, um diesen natürlichen Mittelpunkt für sich zu generieren.
In einem Mietshaus ist das vielleicht nicht so einfach, aber ich entdecke tatsächlich immer irgendwelche Häuser, wo sich jemand emsig bemüht, einen ansonsten verwahrlosten Vorgarten oder Hofgarten zu pflegen. Ausserdem gibt es ja herrliche Zimmerpflanzen und man kann natürlich wie jeder in die Natur gehen, um dort etwas zu sammeln usw..

 

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Über das Glück

Wahres Leben

Glück entsteht in einem Leben, das man „wahres Leben“ nennen könnte.
Leichtigkeit, Selbstbestimmung, eigenen Vorlieben entsprechend leben (Freiheit), und vor allem Glückseeligkeit, oder zumindest eine von Zufriedenheit und Ausgeglichenheit geprägte Grundstimmung – das sollte man als menschliches Lebewesen anstreben. Das ist für mich wahres Leben. Dabei würde ich sagen, dass die Freiheit der Wahrnehmung einen grossen Stellenwert einnimmt. Es gibt zwar die Notwendigkeit, mit dem, was die Körperlichkeit oder Umwelt herausfordert einen angemessenen Umgang zu finden. Aber ansonsten ist die Wahrnehmung frei zum Träumen…

Solche Leben, die aufblühen dürfen, und die selbstbestimmt gelebt sind, verdienen das Attribut wahrhaftiges Leben. Wo nicht so viel versteckt werden muss. Oft wird in unserer modernen Kultur das Leben geradezu versteckt, weil Kollektiveinflüsse es nahelegen, oder weil einem die Sorge wichtiger wurde… jenes, was als Mühsal oder Sorge einst das Unglück abwenden sollte. Was aber bald unser Streben nach Glück gänzlich verfälschte.

In meinen Augen besteht um die 80% der Spiritualität in Psychologie. Dabei geht es oft um die Einstellung, die Schatten, um die Negativität oder das Ego. All das, was unsere Stimmung und Absicht trüben kann. Und was von der Wahrheit und der objektiven Wahrnehmung ablenkt.

Man hat in unserer Welt sehr oft den Eindruck, man müsse zum Lachen in den Keller gehen.

Matrix

Wir kennen alle den Begriff der Matrix. Für mich ist die Matrix eine Denk- und Fühlweise, die typisch für ein angepasstes Leben ist. Wo das Leben fremdbestimmt wird und man sich ins Ungleichgewicht bringen lässt, aber vor allem nichts an einem lebensfernen und seelenleeren Zustand ändern will… –  Sensitive bemerken den Einfluss von Verdrängungs-Energie aus ihrer Umwelt. Manchmal noch mit dem Nachdruck von verdriesslicher negativer Energie (so wie man angewidert eine Ware im Supermarkt mit gehässigem Eifer zurückschleudert in das Regal. Der Mensch in der Moderne: mehr als nur gleichgültig, sondern angewidert von den Pflichten und Abhängigkeiten).

Das Leben in seinem natürlichen Drang wird weggewischt, übrig bleibt eine verkopfte Ego-Bewusstheit. Ein regelrechter Stumpfsinn… –

Das Leben in der Moderne besteht aus isolierten Ereignissen, wir müssen oft von Ereignis zu Ereignis hüpfen; oft in einer „bewusstseins-entleerenden“ Hektik – und es ist verdammt schwer, ohne weiteres seine Mitte zu bewahren. Als spirituell orientierte Menschen wollen wir gerade diese Unbewusstheit für uns nicht weiterführen, weil wir den Gewinn erkennen, den ein wahres Leben für uns bedeutet. Weil wir auch die Not erkennen, mit der unsere Seele uns vor einem falschen weil unerfüllten Leben warnt. „Wieso wurde ich in dieses Menschsein geboren, wenn ich nicht teilnehmen darf?“, könnte die Seele uns fragen.

Indem man sich die Schatten, Niedergeschlagenheit, Ängste oder Wut anschaut, ahnt man, dass wahres Leben genau jenes ist, wo diese Schatten nicht auftreten. Aber auch der moralische Druck, die kollektiven mentalen und emotionalen Muster gilt es abzulegen. Es ist wahrlich ein besonderer Schritt für den Menschen, wenn er wirklich auf eigenen Füßen steht und seine volle Freiheit nutzt. Das scheint nicht einfach, aber nötig. Man könnte sich allein und verloren fühlen – doch die uns von Kindheit an gegebene Vertrautheit mit der Kultur ist nur eine billige Mogelpackung. Es gibt eine andere Ebene der Vertratutheit: Denn damit wird der Weg frei für das Seelische, und wahre Interessen und wahre Vorlieben kommen aus uns hervor. Wahre Verbundenheit mit allen Lebewesen wird ermöglicht.

Der Stumpfsinn unseres Verstandes neigt indes dazu, alles schwarz-weiss zu malen – und oft heisst es, es könne nicht alles gut sein. Das Negative habe seinen Platz. Für mich ist es das Ziel, das Ideal des Heils, das uns erfahrungsgemäß dazu bringt, negatives nach und nach abzulegen. Erste Fortschritte überzeugen uns, und die Belohnung ist das Glück. Aber es ist schon richtig, dass man seine negativen Seiten akzeptiert. Zunächst… – denn sonst leidet man ja an sich selbst, weil man sich ständig einredet, ungenügend zu sein.

Aber ist wahres Leben noch mehr als nur die Schatten zu erlösen? Ja, ich würd sagen, die Schatten sind nur die Hürden. Dann zeigt sich mit Bewusstheit und Erkenntnis das wahre Leben.

Für mich kommt dabei das Lebensgefühl zustande, ein für jeden Menschen notwendiger Eindruck von Freiheit.

Wenn man einem Weg treu bleibt, der nicht von den (Un-)Werten der Kultur bestimmt wurde sondern von uns selbst.

Wo unsere Seele im Fahrzeug von Geist und Körper ihre Reisen unternehmen darf. Und es fliesst etwas zu uns zurück, das alle Mühen belohnt. Das ist das Glück, das sich auftut, mit seiner Seele weite Welten der Erfahrung zu durchwandern. Tag für Tag, lebenslang, neue Entdeckungen machen, und das Leben in seinem Gehalt vertiefen. Jedes Leben ist da einzigartig, und es gibt keinen anderen Masterplan, als das, was sich die Seele  vorgenommen hat. Als das, was uns die eigenen Interessen, Vorlieben oder Sichtweisen liefern. Umso mehr man an Wahrheiten über das Leben erkennt, desto tiefgründiger wird alles – ohne dass es dabei von Relevanz für andere sein muss.

Unsere Kultur kommt mir vor, als wäre erst etwas für uns bedeutend, wenn es für andere Bedeutung hat. Das ist die Matrix, die uns gelehrt hat, an einen allgemeinen Maßstab festzuhalten (Gleichschaltung).

Selbstermächtigung

Wir selbst sind Wahrnehmende, Beobachtende, Traumreisende, Bewusstseinsreisende. In unseren Augen findet alles statt. Wir sind die, um die es geht. Irgendwo erscheint es mir wichtig, die ganze Reise als  eine eigene Reise zu betrachten. Ebenso wird unsere Weltanschauung, unsere Lebensauffassung sehr verschieden sein können, weil wir sehr verschiedene Menschen sind – obwohl es allgemein  Gemeinsamkeiten gibt, die das typisch spirituelle Element bedeuten. Oder die eine für andere interessante Mitteilung ermöglichen.

Freiheit

In erster Linie ist Freiheit für uns wichtig, weil sich nur so das Leben erfüllen kann.

Für uns hat daneben der Augenblick einen enormen Wert, und wir wollen möglichst die Wahrnehmung jener Welten erweitern, die der Augenblick für uns bereit hält. Den Augenblick zu befreien,  heisst die Wahrnehmung zu befreien.

So erscheint uns das, was wir im Leben seelisch gewinnen können: Eine Erfahrung, und vielleicht auch Selbst- und Gotteserkenntnis, oder einfach nur ein bewusst durchlebtes Dasein. Dabei suchen wir mit unseren Interessen die Räume zu betreten, die Möglichkeiten für uns bereit halten. Diese Interessen und Vorlieben sind, bis auf wenige Ausnahmen (Ego, Einbildung),  aus dem Seelischen herrührend. Ich glaube, man kann sagen: dass umso öfter sich etwas für uns im Leben als bedeutend erweist, um dort etwas zu tun oder zu erfahren, desto näher ist es auch mit dem seelischen Plan. Seinem Gespür zu folgen, seinen wahrsten Neigungen auf den Grund gehen, das ist auch Freiheit.

Wertschätzung, Liebe

Auch Wertschätzung ist für uns sehr wichtig. Vieles geschieht im Leben in einem lebendigen Bezug, den wir aufstellen. Wir begegnen andauernd Dingen oder Personen und es ist seelisch gesehen von Bedeutung, was mit einer Begegnung in uns passiert. Das wird umso bedeutender, je weniger Ego beteiligt ist. Aber ich meine, man kann das Enthalten des Ego schlecht zum Dogma machen, denn zu ungünstige Einflüsse können bei einer zu grossen Offenheit sehr schädigend wirken.
Irgendwie ist es jedenfalls eine Kunst, in einem lebendigen Bezug zu bleiben, wenn man zB unter Menschen ist. Aber es gibt auch Sachen, Tätigkeiten (Garten, Kunst, Lesen usw.), zu denen wir alle einen Bezug aufbringen. Hinter den Sachen stehen zB materielle Güter der Erde, Pflanzen oder Naturkräfte. Und schliesslich ergibt sich mit dem lebendigen, wertschätzenden Bezug eine Art seelische Wärme…
Wir gewinnen den Bezug zum Leben, weil wir das Leben erkennen – automatisch regt sich in uns die Wertschätzung. Und wenn Indianer und Naturvölker von der Heiligkeit allen Lebens reden, ist es wohl dieselbe Wertschätzung des Lebens und aller Dinge. Für uns ist das Leben Ausdruck des Einen oder Ausdruck einer Schöpfung usw.. und wir deuten das Leben als Träger und Vollbringer dieser Schöpfungsordnung.

Wir spüren das Leben, wir sonnen uns darin zusammen mit Trillionen anderer Seelen, und bestaunen das Schöpfungswerk der göttlichen Gesetze und Kräfte. In dieser herrlichen Leichtigkeit des Seins, im Glück wie auch in der (universellen) Liebe. Begeisterung und seelisches Feuer!

Jean-Luc Picard aus dem Star Trek Universum (in „Treffen der Generationen“):
„Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet. Und uns daran erinnert, jeden Moment zu geniessen, denn er wird nicht wiederkommen. Was wir hinterlassen, ist nicht so wichtig wie die Art wie wir gelebt haben. Denn letztlich sind wir sterbliche Wesen…“

Beste Grüße
Stefan A. / April 2018

Aufstieg ins Licht, Abschied vom Schatten

Licht und Schatten

Manchmal gibt es diesen Aufstiegsstress, wo es einfach nicht so run läuft, und man ganz geztielt nach Stabilität, Zentrierung  und Ausgleich suchen muss.
Vielleicht ist es manchmal auch ein Hinweis, wo wir in eine Sackgasse geraten sind. Oft aber scheint es einfach an Transformationen auf energetischer Ebene zu liegen, über die wir keine gezielte Kontrolle haben. Was aber irgendwo uns kurze Zeit etwas labiler als sonst macht.

Dann gibt es jene besonderen Momente, wo das zunehmende Licht spürbar wird – wo man merkt, dass etwas wunderbares passiert. Wenn man die Früchte erkennt, die der Aufstieg zeitigt.

Wellenritt

Ich habe bei anderen von einer Woge gelesen, einem Wellenritt oder ähnliche Beschreibungen über den Aufstieg. Das Bild ist stimmig. Ein Wellenritt, wie beim Surfen, man gleitet mit Leichtigkeit auf einer Woge der Bewegung. Vielleicht ist „Bewegung“ nicht das richtige Wort. Aber irgendwo passt es sehr gut von Bewegung zu reden. Ich finde, das Leben ist ständig in Bewegung, auch in der Ruhe. Unser Geist will gerne auf Reisen gehen. Uund eben ist die Ruhe, die man manchmal anstrebt, dazu da, die Reise der Gedanken besser zu kontrollieren. Denn die Langsamkeit lässt uns Wahrnehmung vertiefen.

Man möchte eher etwas vertiefen, als etwas gleichbleibend wahrzunehmen. Es ist gewissermaßen auch wieder ein Ausdruck der Aufwärtsspirale, oder des universellen Schöpfungdstrahls. Die Bewegung gehört zum Leben auf irgendeiner Ebene immer dazu. Die Bewegung gibt es natürlich auch in übersteigerter Form, wo es keine Richtung nur noch chaotische Zerstreuung gibt. Was fast ein Sinnbild für das alltägliche  Leben geworden ist… – wohin will uns der Wellenritt führen?
Es wird vom Licht das gefördert, was im Leben bereits begründet ist. Das ist vor allem Seelisches. Und das ist im Grunde nichts anderes als eine Lebendigkeit. Das Leben darf sich regen. Es ist Begeisterung, aber auch Erkenntnis. Das klingt alles sehr banal. Oder weit hergeholt. Aber es scheint nur deshalb so abwegig, weil wir (kollektiv gesehen) keine Begeisterung kennen, und auch nicht was Erkenntnis mit uns anstellt. Ich selbst weiss, dass für mich Glück und Begeisterung zu steigern sind  – allerdings weiss ich auch, es ist wie das moderne Geldmachen. Es ist nicht automatisch da.

Was der Aufstieg aber jetzt tut, ist es uns erleichtern, die wahren Quellen des Glücks zu erkennen und aus ihnen zu schöpfen.

Für mich irgendwie sehr traurig, dass so viele Menschen unglücklich sind, und es für normal halten. Naja, es gibt verschiedene Grade von Unglücklichsein, aber wenn ich alles zusammennehme, würde ich doch eher von einer unglücklichen Menschheit reden. Dabei sind die in armen Regionen teils noch glücklicher, als die in der totalen Sklaverei gefangenen Industrienationen. Wahres Glück kann man eben nicht kaufen. Nicht dass ich vorschreiben würde, wer sich glücklich nennen darf: aber ich glaube, sobald man einen Vergleich hat, was wahres Glück ist, weiss man einfach, dass wir in unserem 0815 Alltag meistens nicht sehr glücklich sind.

In einer unglücklichen Welt. Wie könnte man eine solche Welt einen glücklichen Umstand nennen? Und doch neigen wir als Menschen dazu, stets das halbvolle Glas sehen zu wollen. Wir im Kollektiv arrangieren  uns mit diesem Pseudo-Leben. Bis auf wenige Ausnahmen, jene wichtige Momente, wo die Logik der äusseren Ereignisse einen Riss bekommt, wir ein erstes Erwachen erfahren. Dann beginnen wir auf das wahre Leben zu schauen. Wir entdecken den tiefen Sinn  von gefühlter Unabhängigkeit und einem wirklich freien Denken und Fühlen. Was sonst sollte wahr sein im Leben, als das, was wir sind? Und das Selbst oder Selbstsein entdeckt man nur, wenn man sich nicht weiter narren lässt von den Klischees, die wir über uns selbst denken.

Dass man die Welt teils als unglückliche Zusammenkunft beschreibt, ist nicht geeignet für eine dauerhafte Betrachtung. Wir wollen auch nach Entlarvung dieser Schattenwelt ein halbvolles Glas lieber betrachten als ein halbleeres, einfach weil es für unsere Stimmung  wichtig ist. Deshalb begrüße ich innerlich manchmal diese Welt. Aber ich weiss auch, es ist nicht mehr nötig, irgendetwas in der Welt noch groß zu verändern. Es wird durch den Aufstieg früher oder später sich von selbst erledigen…

Selbstbestimmung: Arbeit als schöpferisches Prinzip

Der Begriff „Arbeit“ hat einen enormen Klang. Für einige klingt es wie die Erlösung, für andere wie die Sklaverei. Es kommt drauf an, wie weit Arbeit übereinstimmt, mit dem, was ein Mensch wirklich von selbst tun würde.

Jedenfalls wird die Bedeutung der Arbeit meist sichtbar darin, wie diese Arbeit fundiert ist. Und da gibt es tatsächlich die Sklaverei. Es ist ein Planerfüllen, also Planwirtschaft. Dienst am Geld sogar, und nicht mal Dienst an irgendetwas, was über das Geld hinaus geht (und im Menschen passiert). Mit Geld vor Augen, könnte man sogar über Leichen gehen. Was einige bereits tun. Mörderische Raubüberfälle beim kleinen Mann, und Weltkriege beim grossen Mann.

Nun rühmt sich unsere Kultur, Planwirtschaft aus dem Konzept gebracht zu haben. Der eigentliche Sozialismus mag auch eine Planwirtschaft gewesen sein, weil die Arbeit sich nicht wandelte. Aber tatsächlich ist sie mittem im Plan, den Begriff der Arbeit immer mehr mit Sklaverei zu verwirklichen. Also für die Mehrheit der Menschen bedeutet die Abhängigkeit vom Geld, sich über die Prinzipien  des Lebens, wie es das Leben von ihnen verlangt, hinwegzusetzen. Was das Leben verlangt? Wenn man das nicht weiss, dann weiss ich nicht wie ich es erklären soll. Vielleicht mit dem Begriff Glück? Glückliche Ergebnisse soll das Tätigsein vollbringen, auf allen Ebenen, und nicht nur auf Ebene des Reichen.

Leben und Kunst, nicht Leben neben der Kunst

Der wahre Begriff von Arbeit scheint mir in der schöpferischen Tätigkeit zu liegen – so wird Arbeit auch im philosphischen Sinn erklärt. Philosophie ist die Kunst des Wissens, im Gegensatz zur bedeutungslosen Information. Kunst ist immer mit einer besonderen Bedeutung aufgeladen. Etwas, das uns berührt und im Fall der Philosophie lebenswerte Ziele beschreibt.

Nun gibt es Körper, Geist und Seele, und jede Menge Arbeit. Im Sinne des schöpferischen Prinzip ist die Arbeit die Weiterführung der Entwicklung des ganzen Menschen, auf Ebene des Körpers, Geistes und der Seele. Körper ist einfach: Das ist ja, dass wir gesund bleiben wollen. Geist erklärt sich einfacher, wenn man  die Seele erst mal erklärt. Die Seele möchte was? Wenn man das nicht weiss, weiss ich es nur mit Lebensinhalt am kürzesten zu erklären. Wir alle wollen doch etwas im Leben erfahren und genau darin – im Wollen – liegt das Geheimnis. Das Wollen klärt sich, und bringt Seelisches in den Bewusstseinsraum, wenn man sich befreit von den Qualen der Selbstlüge und den Lügen des Aussen, oder genauer gesagt sich befreit von den von aussen kommenden Manipulationen (was man alles glauben soll, wird uns bereits in der Kindheit begonnen einzutrichtern, und zwar mit Polizeigewalt in der Schule, also mit Nachdruck – die Polizei kommt, wenn die Eltern nicht ihr Kind in die Schule schicken; vor einigen Jahren war das nur Theorie, mittlerweile wird das Schulschwänzen konsequenter verfolgt; darin liegt natürlich ein Hammer. Niemand kommt in die Schule, um die Kinder vor die Schule zu retten, nein, man bringt sie auch noch zu diesem bösen Ort). Böse ist die Schule, weil sie den Menschen nicht hilft, die Wahrheit zu erkennen, sondern geradezu von der Wahrheit ablenkt. Im Klartext: darauf kommt man, sobald man beginnt, die Wahrheit der Seele zu erkennen, für die schöpferische Tätigkeit etwas Eigenes ist, von der das Wesen selbst überzeugt sein muss – weil es sonst Formen der Fremdbestimmung annimmt, was dem Wesen gar nichts nützt. Selbst wenn das, was als Druck im Aussen au jemanden einwirkt, für das Wesen gut wäre, könnte es daran keinen Gefallen finden, nicht von selbst darauf gekommen zu sein. Aber das Eigene ist nicht so wichtig, wie der Inhalt dieses Eigenen. Dieser Inhalt ist bereits da, er muss nicht gebildet werden usw.. – die Schule ist allein nötig, um Schreiben und Lesen beizubringen, womit die Kinder alles weitere sich aneignen können.

Das Seelische ist ein Erlebnisinhalt, zu dem man kommt, weil man die SChatten und Negativität klärt, die sonst den Weg zum Seelischen versperren. Das Seelische gibt uns Vorlieben und Interessen. Somit ergibt sich für den Geist die  Forderung, dementsprechend  alles weitere zu entscheiden und zu lenken.

So ergibt sich das wahre Haushalten mit uns als Menschen. Dann stellt sich eine schöpferische Tätigkeit ein, und das menschliche Lebe-Wesen hat den Eindruck, im Leben etwas erreicht zu haben. Echter Selbstwert und echte Verwurzelung ins wahre Leben bildet sich, Erfahrungen, die einen Reichtum bedeuten, Bedeutungen, die die Seele gewinnt, und das macht materiellen Reichtum immer weniger wichtig. Das im Übermaß ansonsten gerne angestrebt wird, als Glücksersatz für die seelische Verwahrlosung und entstandene Leere. Natürlich lässt sich schöpferisches Wirken sowohl mit Hilfe von Dingen und einem AUssen erreichen, wie auch ohne Dinge und Aussen.

Zur Kunst wird das alles, weil man keine Anleitung befolgen kann, umd zu definieren, was eigentlich die eigene Seele möchte. Aber es gibt bei jedem Menschen eine tiefe Sehnsucht, eine Motivation, eine Lust, eine Interesse – und da liegt das Seelische. Der Geist behilft sich gerne Schlüsseln, um Türen zu öffnen, damit das Leben seinen Weg der seelischen Erfüllung gehen kann. Diese Schlüssel sind u.a. Routinen, die wir im Leben aufbauen, und die den Tagesablauf jedes Mal neu bestimmen. Oder Rituale. Vieles ist Schlüßel, oder sagen wir Werkzeug, was unsere Zeit gestalten kann. Unsere Zeit, die im Geist erlebt wird, und im Geist gewollt wird. Der Geist ist der wichtigste Schlüssel, weil er Absichten bildet. Wir brauchen manchmal gar keinen bewussten Gestaltungswillen, weil manches bildet sich von allein. Als läge es schon in uns, oder es ist eine Reosnanz in uns vorhanden, auf entsprechende Informationen im Aussen zu reagieren. Wir müssen nur drauf kommen, was der richtige Weg für uns jeweils ist. Und wir müssen überzeugt sein, von dem, was wir glauben und wollen. Dass wir uns nicht täuschen, dass wir sicher sein können, über den Geist, der jeweils unsere Absicht formt…

Die Tarotkarten, die Arkanen namentlich, sind ein Beispiel für die Heldenreise, die eigentlich unser Leben bedeutet. Seine seelische Reise. Bewusstseinsreise. Ein Abenteuer. Die Tarotkarten zeigen esoterisch gesehen unsere jeweilige Position, und gleichzeitig die beste Möglichkeit jetzt weiter zu gehen, wie es das Schicksal für uns am besten ermöglicht. Es kann sein, dass wir zB loslassen müssen, es kann sein, dass wir etwas festhalten müssen (zB einen Willen, eine Stimmung, eine Handlungsrichtung)…

Die Richtung führt immer in die Vervollständigung unserer Lebensreise, Vervollständigung der seelischen Erfahrung. Abschliessen, und neu aufschliessen. Im permanenten Kreislauf, in einer stetigen Bewegung nach vorne und nach oben.

Übrigens gehört für mich zur geistigen Schöpfung auch, dass man – obwohl man die Massenhypnose ablehnt – nicht die Massenhypnotisierten als solche ablehnt. Es ist für unsere Seele stimmiger, wenn wir möglichst (grob gesehen) mit allem um uns herum eionen Frieden finden. Auch finden wir, dadurch dass wir die Mitmenschen achten, einen natürlichen Rückhalt. Denn irgendwo sind wir soziale Wesen, und würden einen dauernden Spalt in uns finden, wenn wir die Ablehnung der Massengesellschaft zu sprichwörtlich nähmen. Weil wir dieser Welt ständig begegnen, würde dieser Spalt dauerhaft erlebbar sein.

Kollektiveinflüsse: Freiheit und Moral

Natürlich braucht man sich dem System gegenüber nicht zu rechtfertigen, sofern der geleistete „eigene Geld-Beitrag“ nicht den Wünschen der sogenannten „Solidargemeinschaft“ entspricht. Diese Solidargemeinschaft ist ja gar nicht solidarisch mit den Menschen, sondern nur mit den Zahlen. Wer nicht übereinstimmt, wird zumindest moralisch in die Zange genommen.

Ausserdem ist die Solidargemeinschaft auch deshalb gar keine, weil sie eine gleichgeschaltete Gesellschaft ist (wo die Menschen gleich sind, braucht man keine Solidarität üben).

Was ist Solidarität wirkllich?

Solidarität zeigt sich mir erst, wenn man in Bezug auf das Wollen eines anderen Menschen unterstützend beisteht, obwohl man mit dem, was der andere tut, gar nichts zu schaffen hat. Wenn man also moralisch beisteht, zeigt man sich solidarisch.

Ich glaube, das ist Inbegriff echter Solidarität. In einer Scheinwelt dagegen verwundert es nicht, dass die Leute gelernt bekamen, Solidarität liesse sich in Zahlen messen. Wir leben in einer Welt, in der den Leuten beigebracht wird, „von Nichts  kommt nichts“. Als müsse eben alles sein? Oder Nichts? Dann doch lieber Alles. Der ganze Konsum, der ganze Wahnsinn. Und auch die ganze Lebenszeit als Arbeitszeit.

So ist das System aufgebaut, und es steckt eine Art Pistole dahinter, die man den Leuten auf die Brust setzt.

Damit die Leute es einfacher haben, glauben sie gerne, dass die hervorgebrachten Dogmen des Status Quo schon das Beste bedeuten, was man als Mensch machen kann, oder nehmen es hin – ein Kniefall vor dem Realismus.
Das ist für mich alles kein Problem. Aber mich stört  die Verlogenheit dabei. Die wirkt nämlich manipulierend wiederum auf mich und alle anderen… – wenigstens will ich für mich die entwürdigende Macht der Moral zerbrechen, damit ich mir nicht  diskriminiert vorkomme in dieser verlogenen Welt des Dreckskapitalismus.

In diesen Umständen lebt es sich schwer. Wir alle  leiden darunter. So erklären sich die psychischen Auswirkungen aller Art, von Resignation, Gleichgültigkeit und Lethargie, Neid, auf alle, die es besser haben bei weniger Leistung. Oder der Neid auf jene Anpassungslosigkeiten, die man Schmarotzertum schimpft. Und auch Wut findet sich.
Aber dauerhafte Wut führt nicht weiter. Letztlich bündelt sie die, die Wütend sind, aber was man erreichen will, Veränderung, wird schlecht transportiert. Die Wut wirkt sich ausserdem negativ auf die eigene Gesundheit aus. Wir leben wirklich in einem perfiden System der Selbstvernichtung.

Massenhypnose

Ich habe kein Problem damit, dass es einen Floridarolf gäbe. Warum auch? Er tut, was alle tun. Sein Recht benutzen.
Er war übrigens anspruchsberechtigt. So einfach ist das. Er war schwerbehindert. So einfach ist das. Aber die Leute wurden durch die Konzernpresse (eine Zeitung mit dem Anfangsbuchstaben B.) eingestimmt auf einen Hass gegen Sozialschmarotzer und es hat funktioniert. Selbst ich glaubte das, obwohl ich mich nie direkt damit beschäftigt hatte, was Florida Rolf eigentlich getan hat (ich habe sowieso nichts gegen Sozialschmarotzer, auch gegen die reichen Schmarotzer habe ich nichts persönlich. Ich habe etwas gegen das System, dass diese ungesunden Unterschiede erst möglich macht. Aber man kann niemanden, auch den Reichen nicht wiurklich verübeln, nach eigenem Ermessen das Beste aus dem Leben machen zu wollen).
Das ist ein gutes Beispiel, wie wir manipuliert werden. Oft in einer nicht so auffälligen Weise, nämlich mit bloßen Selbstverständlichkeiten. Selbstverständlich müssen wir alle für den Reichtum weniger arbeiten gehen…. – man hat viele Illusionen, Wattebällchen (Puffer) um diesen Schmerz gelegt, der sich in der Erkenntnis ergäbe, dass alles LÜGE ist.

So zum Beispiel glaubt man nur zu gerne, dass die Konzerne ja gute Dinge herstellen und irgendwie müssen sie ja da sein, sonst haben wir ja nichts…. – oh weia. Ich meine, da kommt man ins Grübeln. Es klingt wie die Resultate von Hypnose. Man leiert letztlich nur herunter, dass man keine vernünftige Meinung dazu hat. Wie erklärt sich sonst so eine Intelligenz? Durch Programmierung erklärt sie sich. Kein normaler (d.h. freier) Mensch würde meinen, dass überflüssige Arbeit sinnvoll ist. Und unsere Welt hat die überflüssige Arbeit als Dogma erhoben! Wie gesagt, „sonst bricht ja alles zusammen.“ Dass der Mensch gute Dinge herstellen will, und dazu ein anderer Betrieb möglich ist (analog anderer Konzern), erscheint doch auf den ersten Blick logisch. Aber eine Antwort auf die Frage, warum ist das alles so? Die Leute haben keine Zeit, sich darüber eigene Gedanken zu machen – und es fehlt die mediale Rückwirkung, dass es normal wäre, in bestimmter Weise die Dinge zu hinterfragen.

Einzelne Punkte sind für viele – trotz Massenbewusstsein – geklärt, das Credo kennen wir alle: „ja, das System hat seine Fehler.“ Aber die Medien vor allem sind es, die zu wenig über das Ganze berichten, und die Komplexität verdaulich machen, indem sie die ursächliche Problematik ausblenden. In der ganzen Verwirrung kommt man dann zu Verschwörunstheorien? Nein, die halte ich genauso wie die Computerspielewelt für eine willkommene Ausheblung der „normalen Erfahrung von Realität“. In Verschwörungstheorien wird die Komplexität auf eine Ebene geholt, wo sie verdaulich wird, oder Sinn ergibt (auch bei negativen Verschwörungstheorien ergibt sich die stimmige Stimmigkeit). Es sollte einer Gesellschaft nicht wichtig sein, welchen Inhaltes ihre Gedanken sind, sondern was die Gedanken bewirken. Nicht selten sind die Verschwörungstheoretiker geistig gesünder, als die Massenhypnotisierten – insofern die Verschwörungstheorien die magische Wirkung haben, abzulösen vom hypnotisierten Zustand.
Überhaupt geht es den Menschen, der Selbstbestimmung anstrebt, um eine Ablösung vom Kollektivbewusstsein, das nicht einladend genug ist für die Selbstbestimmung. Dieses Kollektivbewusstsein beinhaltet verschiedene Schieflagen, die kurz gesagt darin bestehen, kein menschenwürdiges Bewusstsein bilden zu können.

Kann man das verstehen? Dass die Hypnose so stark wirkt? Ja, das finde ich. Die Menschen haben es schwer, es gibt nicht nur das mit der Existenz, sondern auch moralischen Druck, und nicht zuletzt auch die eigenen Probleme im Leben, von der Eltern-Kind Beziehung bis hin zur richtigen Versicherung. Aber gerade der moralische Druck ist es, der viele dazu neigen lässt, das zu glauben, was alle glauben.

Es gibt nichts Richtiges im Falschen

Die ursächliche Problematik ist, wie Adorno antworten würde: ES GIBT NICHTS RICHTIGES IM FALSCHEN.
Und was ist im Ansatz falsch bei unserem System? Oh. Da wäre viel zu nennen. Etwa, dass das System nicht nur erlaubt, sondern als Dogma hinstellt, wie eine Minderheit ÜBER eine Mehrheit entscheidet. Und es nicht möglich wurde, dass eine Minderheit FÜR die Interessen einer Mehrheit entscheidet.
Natürlich hat man den Leuten in der Schule und in der gesamten Kulturindustrie gesagt, was sie wollen und was sie wählen sollen.
Sprich: Die Minderheit will ein Leben der vielen manipulieren. Sie – die Politiker aber auch angepassten Fürsprecher – kennen sich in meinen Augen nicht gerade aus, was das Leben angeht. Sie wissen nicht zu leben, wollen aber das Leben anderer bestimmen. Im Klartext kommt mir ihr Neid, ihre Moral und Anfeindung aller alternativen Vorstellungen vor wie ein Griff eines Menschen, der im Abgrund gefangen ist, und nun noch andere mit in den Abgrund reissen will – vielleicht, weil es so angenehmer für ihn ist.

Der Selbstzerstörungskurs des Materialismus

Kann man das so sagen? Gewisse Leute kennen sich mit dem Leben nicht aus? Ja, insofern sie das Leben anderer bestimmen wollen, da merkt man es. Denn man kann das Leben anderer einfach nicht bestimmen – das ist im eigentlichen Sinn Faschismus. Wer das Leben kennt, kommt eher zu solchen Gedanken wie: Leben und leben lassen. Er kontrolliert, und plant nicht das Leben der Anderen. Erst aus der menschlichen Freiheit heraus, der in uns angeborenen Neigung, soziale, lichtvolle  Wesen zu sein, werden wir den Anderen helfen, oder lassen uns von anderen im Tausch dafür helfen. Solange aber die Kultur und Meinung dieser Kultur die Selbstbestimmung vermiest, werden die Menschen natürlich nicht gerade frei, und bleiben Egoisten, die Angst haben, das bisschen aus dem Leben zu verlieren, was sie Leben nennen… – eine unbegründete Angst. So kommt es mir vor. Denn da gibt es nichts mehr zu verlieren, die Kultur und Selbsterfahrung ebenso wie die Menschlichkeit  ist an einem Tiefpunkt. Sie, die Kultur, entschuldigt sich, es gäbe noch größere Tiefpunkte.
Eine gesunde Sache wäre es, sich mit den Tiefpunkten  gar nicht mehr aufhalten zu müssen, sondern die Höchstpunkte anzustreben. Das tut unsere Kultur nicht, weil sie hypnotisiert ist, wie in Trance… sie glaubt, es sei richtig, schwach und entscheidungslos zu bleiben weil die Verantwortung immer irgendwo anders hin gelenkt wird (so funktioniert Verdrängung) – es ist für diese Kultur zu wichtig, sich vor den vielen Ängsten zu schützen, die diese Kultur selbst aufstellt. Sie dreht sich im Kreis, solange sie sich nicht höheren Idealen widmen will. Eigentlich ist diese Kultur ein totaler Materialismus und man sieht immer mehr, dass Materialismus auf diesem Planeten eine Fehlbesetzung ist.

 

 

Haustiere?

Man  kann ein Aquarium stumm anglotzen und dabei den Wert der einzelnen Fische sich vor Augen führen, oder mit staunendem Auge das Leben darin erfassen, und sich an diesem erfreuen. Vielleicht freut man sich sogar darüber, den Tieren ein besonderes d.h. ihrer Art entsprechendes Zuhause bieten zu können.

Ich habe übrigens kein Aquarium. Wenn ich eines hätte, wüsste ich nicht, wieviel Arbeit es mich kostet damit es den Fischen gut geht – während die regionalen Bedingungen mich lehren, dass man besser einheimische Fische als „Haustiere“ hält. Wo man nichts besonderes herrichten muss. Dann könnte man ja einen Teich in seinem Garten machen für diese Karpfense und Aalese und naja, man könnte auch ein Haifischbecken bauen. Fragt sich nur wozu? Naja, angesichts einer Welt, die einem Haifischbecken gleicht, wäre das Haifischbecken vor dem Garten eine interssante Lebend-Skulptur. Es wäre ein passendes Denkmal für den Staat, in dem wir leben, wenn man vor seinem sogenannten Bundestag ein Haifischbecken plazieren würde als ehrliches Sinnbild für das, was der Staat als heiliges Ding betrachtet. Ab und zu muss man den Haifischen Fressen (Beuteobjekte) zuwerfen.
Da geht es nicht mehr um das Gefressenwerden, wird alles ausgeblendet, es geht nur um das Fressen (einiger Weniger). Die soziale Kälte, die  halten wir wohl für ein Mitbringsel des Zufalls, es ist aber ein Resultat des „Haifischbeckendaseins“ aller Menschen. Das Haifischbeckenzeitalter,  wie sehr es vergöttert wird. Aber bald ist es ja vorbei, wegen dem Aufstieg. Seine Hinterlassejschaft ist eine Kälte unter den Menschen. So viele Menschen auf engem Raum, und alle fühlen sich mehr oder weniger einsam.
Nein, hier will ich nicht auf den beschämenden Punkt hinaus, dass die Welt des Geldes uns wie Haustiersklaven hält, was sogar unserer Art ein Mensch zu sein, nicht mehr entsprechen kann, und wie wir uns untereinander befremden.
Sondern dass so eine Welt recht einsam machen kann. Dass das Leben oft zu weit weg gehalten wird – und dann kommt man leicht auf die Idee, sich Leben nach Hause zu holen.

Sollte man kein Fisch mehr essen, weil man ihnen als Tötungsdelik auf die Rübe haut? Naja, ich würde einfach  mit einem schnellen Mal den Funken Bewusstsein aushauchen, ja, – aber vor und beim entscheidenden Schlag würd ich dem Fisch bewundern, dass er so lange leben durfte, und dass ich nun ich der Glückliche bin, von ihm zu essen – dem Fisch danken. Ich weiss nicht, ob ich bei so einem Prozedere noch so oft Fisch essen würde. Nachdem ich beim Fleisch nicht anders denke. Heute wird den Tieren ja auf die Rübe gehauen, weil man in ihnen ein Beuteobjekt sieht. So riecht das dann auch an der Fleischtheke. Vergessen, igrnoriert, Waschbrettartig.
Also ein bewustser Bezug, mehr als nur Ernten. Das fehlte ja heute bei der sog. Nutztierhaltung völlig.

Des Menschen Verhältnis zu Haustieren indes hat in der Geschichte der Menschen bereits eine Wandlung erfahren. Früher gab es wohl keine Haustiere, die man liebte.
Früher, ganz früher in der Steinzeit oder den ersten Hochkulturen, da war meiner Meinung nach der Bezug zu Tieren durchwachsen von einer Ehre gegenüber dieser Erfahrung ein lebendes Wesen vor sich zu haben. Man tötete es, nicht ohne darum zu wissen, welche Heiligkeit es verkörpert.  Spuren einer soclhen Geisteshaltung gegenüber der Schöpfung  findet man in allen Naturvölkern. Heiden, Kelten, Indianer…

Was könnte man über Haustierhaltung sagen? Das ist wohl Ansichtssache. Aber Don Juan (wie in den Büchern von Carlos Castaneda zu lesen) sagte speziell zu Hunden, dass man an ihrem Bellen hören kann, wie einsam die Menschen sind. Natürlich war er Meisterguru und Lehrer von Carlos und meinte das auch als Kritik an dem üblichen kleinlichen  Bewusstsein, welches von Carlos ebenso oft gelebt wurde wie von allen, die Hunde haben oder nicht haben, und vielleicht wurde es irgendwann von Don Juan selbst auch so gelebt , bevor er Meister-Schamane wurde: Wo man sich im Leben gewöhnlich einer Einsamkeit überlässt, die es gar nicht gibt. Angesichts des vielen Lebens… – man hat einfach die falsche Einstellung, oder nimmt es nicht sonderlich wahr.
Aber soll das sagen, es wäre ein Indiz für eine Schwäche, wenn man Haustiere hat? Wenn man Haustiere hätte, würde man automatisch an Einsamkeit leiden? Nein, ich glaube das nicht. Aber dennoch könnte es eine Wahrheit sein, dass man Haustiere haben möchte, weil man in dieser Welt etwas vermisst. Es ist jedenfalls sicher keine Schwäche, sondern eher Ausdruck eines seelischen Bedürfnisses nach einem lebendigen Bezug.

Das Tier muss sich nur genügend oft freuen, über sein Dasein und wenn der Schwanz bloß wackelt, weil es Futterchern gibt, oder Herrchen/Frauchen nach Hause kommt – so wie wir uns über das Tier genügend freuen sollten. Und wenn es auch so ist, dass man sich der Einsamkeit nicht überlassen sollte, besteht vielleicht mit dem Leben, das man sich ins Haus holt, auch eine wertvolle Gemeinsamkeit.

Ich glaube man sollte nur sehen lernen, ob es den Tieren gut geht. Allerlei Ideologie hilft da nicht so viel, als wie man das Tier selbst ergründet, wie es sich befindet. Ich glaube auch, dass wir bei solchen Dingen ein natürliches Empfinden haben, dass  sicher auch durch Wissen sich erweitern lässt (Bücher über artgerechtes Halten?). Um zu beurteilen, wann und wie es einem Tier gut geht.

Ein Tier zu halten, dem es nicht gut geht, – neh, ach komm. Das käme keinen nach Bewusstsein strebenden Menschen in die Tüte. Ich habe in meinem Leben – dank meiner Mutter, die mit ihrem Neptun-Sonne Quadrat Tiere liebte – viele Haustiere gehabt und bin zeitweise für knapp zwei Jahre in meiner Kindheit sogar mit einer Vielzahl Katzen aufgewachsen. Ich glaube es waren so um die 6 Katzen. Nach dieser ultimativen Zeit kam eine Perserkatze, die erstaunlich viel Pflege beanspruchte und weitere besondere Katzen (meine Mutter fuhr immer zu einer Katzenausstellung). Dann kam die Zeit der Hunde (inkl. Hundeausstellungen). Warum es wohl so oft Boxer bei uns waren (sicherlich drückte sich in dem Archetyp der Boxerrasse etwas familiäres aus, zB diese langen Lechzen, und die Neigung eines Boxers, sich regelmässig von diesem Schlabber mit einer Hin und Her Bewegung des Kopfes zu befreien: der ganze Schlabber wurde durchs gesamte Wohnzimmer geschleudert. Es geschah nicht selten, dass davon dann etwas auf dem Essenstisch landete  Ich weiss nur nicht recht, wie ich diesen Archetyp der Unästhetik eines Herumschleuderns von Schlabber mit der Familie in Verbindung bringen soll; symbolisch gesehen war es sicher kein Zufall. Ich denke, es liegt einfach an dem süßen Grinsen eines Boxers, mit seinen langen Lechzen, was meiner Mutter immer gefallen hat). Später hatten wir einen Welpen bekommen, der leider durch meinen Vater immer wieder in seiner „Dressur“ (zu „gehorchen“) abgebracht wurde (er scheuchte den Hund geradezu herum, was ihn ermunterte alles tun zu dürfen, was er wollte), und es war eine Qual, ihn frei von der Leine zu lassen weil er immer irgendwo hin rannte. Ja, ein Hund frei lassen zu können, ist an Disziplin gebunden; wenn man es schafft, dass er „bei Fuß“ die Ohren anlegt, und den Schwanz einklemmt, dann hat man es nicht wirklich geschafft. Das ist leider oft so. Nein, ich finde einem Hund muss es Spaß machen, „bei Fuß“ zu bleiben, was nur ohne größere Strafen funktioniert; einem Hund was beibringen, ist eine Kunst, weil man möchte das Tier auch lieb behandeln bei aller Pflicht) . Er wurde 16 Jahre alt und starb in derselben Woche wie  meine Mutter.

Meerschweinchen, Hamster…, und ich erinnere mich, wie ich mit meinem Bruder versuchte, ein riesiges Tunnelsystem für den Hamster zu bauen. Es misslang aus irgendeinem Grund.
Für mich waren Vögel ein besonderes Metier. In meinem Zimmer bastelte ich mir eines Tages sogar eine riesige Voliere. Mit dem ersten Sonnenlicht fing dann das Gekreische an (so um 5 Uhr im Sommer , während ich noch schlafen wollte). Aber es kam mir mit den Jahren immer mehr vor, als hätte ich mit jedem Haustier eine Verantwortung, besonders bei den Hunden merkte man das. Ja, es freute einen, wenn man dem Hund was gutes tun konnte (ein langer Spaziergang, sich mit ihm beschäftigen usw.). Aber nein, man wollte damals eigentlich andere Dinge tun – als mehrmals täglich in diesem eigentlichen Lebensgang unterbrochen zu werden. Und man würde langfristig dadurch sehr von einem eigenen Leben abgelenkt werden (vorausgesetzt man hat viele andere Ziele  im Leben, es gibt nun auch genügsamere Zeitgenossen, für die ein Haustier besser geeignet zu sein scheint) – während es anders als bei Kindern ja auch um Tiere geht, die man irgendwie der Natur entnommen hat, was für das Tier und die Natur so nicht vorgesehen war. Was   ein besonderer Umstand ist. Denn nun muss man sie behüten. Man kann die (Haus-)Tiere  nicht sich selbst überlassen – das macht es zum Besonderen. Aber es macht schon einen grossen Unterschied, ob man eine Katze oder Hund hat.

Nun ja, die Engel selbst haben gesagt, sie hätten nichts gegen Haustiere einzuwenden, man solle dann aber – sinngemäß – die Verantwortung über das Wohl der Tiere übernehmen. Es heisst sogar, manche Engel, die auf ihrem Weg zu höherstufigen Engeln sind, inkarnieren sich in eine Tierseele, um den Menschen gegenüber einen Bezug zu lernen (in gewisser Weise dem Menschen dienen, naja, Menschen, die nicht immer so sanft mit ihren Haustieren umgehen; es sind jedenfalls regelrechte Hundeseelen, oder Katzenseelen, die Engel nehmen sehr viel von dem jeweiligen Tier an, aber dahinter steht zB eine bereitwillige Zähmbarkeit d.h. menschlicher Bezug) Der Mensch ist da nur ein Wesen von vielen, die hier eine besondere Rolle für die Engel spielen.

Ich glaube jedenfalls, je nach Tier und auch Umstand (Zuhause, Wohnung, Umgebung) ist es sehr einfach, das Wohlergehen des Tieres zu gewährleisten. Ich denke, und die Engel geben mir da recht: Ein Haus-Tier braucht ein sicheres Zuhause. Aber auch braucht es Abwechslung (je nach Tier gibt es da ja Möglichkeiten). Genaueres lasse ich an dieser Stelle wegen meiner Unkenntnis weg.

Das richtige Futter brauchen Tiere natürlich auch. Und wenn es einem Menschen drückt, dass er aufs Klo muss, weiss man ja, wie unangenehm das zu lange Zurückhalten ist – da kann man ja keine Zeit erleben… – und man sieht auf der Straße, wie sehr viele der Hunde das Bedürfnis nicht wirklich rechtzeitig erledigen kann. Wenn es so nur rausflutscht, dass es auf dem Gehweg landet, scheint das ein Indiz zu sein, dass man zu wenig mit dem Hund Gassi geht…

Am wichtigsten ist wohl unser Bezug zu den Tieren. Sie haben ihr Herden/Rudel Leben weitgehend aufgegeben, und wir sind an ihre Stelle getreten.

Sich mit dem grossen Geist verbinden

Der schamanische Kontext lässt eine bestimmte Sprache vorfinden. Es sind Begriffe wie großer Geist, unendliche Schöpfung (kosmische Blume), Heiligkeit des Lebens, Mutter Erde.
Man könnte noch vieles anführen. Frieden, Vertrauen. Eine Herzlichkeit aber ohne Anbiederung (authentische Sonnenkraft). Achtsamkeit, und eben nicht eine nur scheinbare aber selbstherrliche Einbildung, man sei achtsam. Man merkt echte Achtsamkeit daran, dass sie anstrengender ist, als nur den Blick auf die Bereiche zu lenken, die einem angenehm sind oder eine Sehnsucht erfüllen. Sehnsüchte sind für mich wichtig, und der Schamanismus ist zu einem grossen Teil für mich auch ein Weg des Sehnsuchtsstrebens.

Sehnsucht

Da ist in uns ein menschliches, seelisches Etwas, das uns sehr am Herzen liegt. Eine Sehnsucht nach den verschiedenen Inhalten des Lebens. Aber manche Sehnsucht wurde zur Gier, die über die Bedürfnisse anderer aber auch eigener Bedürfnisse blind hinweg geht.

Achtsamkeit

Achtsamkeit –  das ist für mich wie eine dauernde Anstrengung, weil die Trägheit des irdischen Lebens noch sehr verfangen machen kann. Verfangen in den Netzen der Unbewusstheit, hin und her geworfen von den Kräften des Lebens. Nicht selbst der Spieler zu sein, aber dafür Spielball von Kräften zu sein. Es hängt vor allem mit der eigenen Einstellung zusammen, um zur Achtsamkeit zu gelangen, die eine echte Antwort auf den Umstand ist, in einer Welt von Kräften sich zu befinden…

Das Spiel des Lebens?!

Wir kennen sicher alle dieses Brettspiel. Das ist aber vom Inhalt her wahrlich ein Abklatsch des Lebens. Was wir unter Leben doch verstehen, ist ja geradezu immaterieller Natur. Aber man kann das Leben als Spiel auffassen. Warum? Ich komem zu diesem Gedanken ziemlich leicht, wenn ich mir das Leben als Wirken von Kräften vorstelle. Tatsächlich rührt der Gedanke auch aus einem Engelbuch, dort gab es die sinngemäße Aussage: In einem Spiel erleben wir das Wirken von Kräften und es ist genauso das Leben ein Wirken von Kräften. In einem Spiel können wir in Leichtigkeit lernen, mit diesen Kräften Umgang zu haben. Und sollte das Leben nicht leicht und unbeschwert sein, ist es sicher verkehrt gelebt.

Es gibt keine allgemeingültigen Regeln, ausser die des Selbst

Man kann die Kirche natürlich im Dorf lassen: Das Leben ist nicht leicht  und bequem, man hat viele Umstände zu ertragen. Dennoch, bleibt einem theoretisch und das ist nun mal die Wahrheit: Das Beste noch aus dem zu machen, was einem zur Verfügung steht. Man kann die Kirche auch ein zweites Mal im Dorf lassen, und jeder moralischen Mahnung eine Abfuhr erteilen, indem man stets beachtet, was ein Mensch wirklich will.

Was ein Mensch wirklich will, entscheidet darüber, ob das Leben für ihn leicht ist. Und ist es zu schwer, hat man etwas falsch gemacht. Es wird immer schwerer für den Menschen, wenn er den Eindruck hat, jemand bestimme über ihn, und er ist nicht mehr Spieler, sondern Gespielter.
Niemand kann bestimmen oder zwingen, wie jemand anderes Glück aussieht. Aber man kann es für sich selbst mehr und mehr bestimmen, je nach dem, was die Umstände und das eigene Vermögen erlauben. Vermögen baut sich auf durch Lebenserfahrung. Erfahrung baut sich auf, durch bewusste Erkenntnis dessen, was man so jeden Augenblick erlebt. Und man kann die Kirche im Dorf lassen, übrigens, dass der soziale Kontext einer der beherrschendsten Faktoren in unserem Leben sein kann. Hier findet so viel Eingriff und Einfluss in Bereiche anderer statt, dass schon vom Zuschauen einem manchmal sehr mulmig wird. Wir erleben den sozialen Kontext sehr oft, und er hat damit auf jeden Fall rituellen Charakter. Rituell wird etwas, wenn es dauerhaft auf uns einwirkt. Es wäre ja geschickt, ein Ritual daraus zu begreifen, um diese Wirkung auf uns zu kultivieren und nicht den wilden Winden der Zeit zu überlassen.
So wird selbst der soziale Kontext zum Spiel. Es erhält Würze, indem wir erkennen, was die anderen Wesen wollen, und vielleicht erscheint es uns möglich, dahingehend etwas zu tun. Sofern wir erkennen, dass es mit unserem Weg noch übereinstimmt, finden wir darin Erfüllung und Belebung.

 

Was ist Schamanismus?

Nun, ich bin weit weg von dem Punkt, wo ich das sicher sagen könnte. Für mich ist der Reiz beim Schamanismus eine natürliche Lebensauffassung, die einen wichtigen Kontrast zum alltäglichen Trott einer alltäglichen Welt bedeutet. Zur Besonderheit wird Schamanismus durch den Bezug auf eine Ordnung, die der Harmonie dient. Im Geiste des Schamanismus ist diese harmonische Ordnung Inbegriff einer Vernunft, die wir nur zu gerne erfüllen wollen auch weil sich alles weitere (Sinn, Wahrnehmung, Bewusstheit, tolle Erlebnisse) ergibt – insofern wir die Bedeutung von Harmonie und erkannt haben, sind alle weiteren Schritte einfach…

Authentisch ist der Schamanismus auch die wahre Vermittlung zwischen grossem Geist und Mensch. Der grosse Geist möchte Dinge hervorbringen, an denen wir als „kleine Geistheit Mensch“ gerne teil haben.

Leben soll weiter gebracht werden, Bewusstheit kultiviert werden, Erfüllung erzeugt werden, wahre Taten sollen geschehen – die dunkle Seite, zeigt dabei die Herausforderung  –  ich denke, der authentische Schamanismus ist viel auf echten Visionen und medialen Einsichten gebaut; man nennt sogar manchmal die Schamanen SEHER. So sehen die Schamanen in der Regel auch die dunklen Wesen, die es zwischen den Dimensionen gibt. Aber es bringt nicht viel, über diese dunklen Wesen zu berichten, viel mehr bringt es, das zu helfen, hervorzukommen, was wir Licht nennen. Und Negativität aller Art ist dahingehend so sinnvoll wie nur nichts.

Der Weg

Um den Standpunkt zu erkennen, der beim echten Schamanismus auftritt, dient mir, was die Engel über ihr eigenes Wirken gesagt haben. Es kann einem dieses Wirken – aus unserer Perspektive – als gigantische Arbeitsanstrengung vorkommen: Sie tun es aber nicht als Arbeit, sondern sie tun es gerne, und mit Freude, und dienen in dieser Weise dem Einen, den wir Gott nennen – aus tiefster Überzeugung, und ich glaube, sie meinen damit nichts anderes als Liebe. Dabei lieben sie, weil sie lieben wollen – es ist nicht so, wie wir Menschen es vielleicht hin und wieder schaffen, vor Liebe blind in den Leimtopf zu geraten, an dem wir dann festkleben für immerdar… – dabei folgen wir oft nur unserer Sehnsucht, anstatt das zu geniessen, was schon in kleinsten Dosen zu erleben ist, ohne dabei den Bereich anderer Wesen in blinder Gier unnötig zu beschädigen

Liebe ist ein Weg, die Erfüllung im Leben gefunden zu haben. Man tut aus Liebe die mächtigsten Dinge… – aber um einen Zustand der hohen Liebe aufzubringen, also eine sehr hohe Frequenz aufzubringen, erfordert es ein unglaubliche Überwindung von menschlichen Eigenschaften, die vom Ego, Eitelkeit, über die Gier bis hin zur   Unwissenheit reichen. Liebe ist anstrengend, wie es schon im Film „der Name der Rose“ heisst. Es erfordert eine gewisse Haltung sowohl zur Liebe als auch oft zu sich selbst, was  letztlich darin besteht, viele Dinge überwunden zu haben.  Um fähig zu werden, eine hohe Frequenz aufzubieten; und so könnte man zB späterhin mit den Ausserirdischen ein recht eindrückliches reales Picknick im Wald verbringen. Es scheitert momentan daran, dass wir einfach zu tief schwingen, und daher in tiefe Zerrüttung geraten würden, wenn dann die hohe Frequenz der Ausserirdischen auftritt. Um uns zu begegnen, müssten sie sich momentan auch sehr weit hinunterbewegen in die Dimensionen und Schwingungen, so dass es auf Dauer für sie selbst zu anstrengend wäre.

Liebe ist vielleicht die stärkste Überzeugungskraft. Aber Liebe ist daran gebunden, sich für die Energien der Liebe öffnen zu können. Irgendwo muss es sogar unpersönliche Liebe sein – tatsächlich funktioniert es so auch am ehesten, in Zuständen der Liebe zu kommen.
Nicht jede Kraft, die vom aussen zu uns kommt, oder von einem Menschen  auf uns gerichtet wird, nicht jede Kraft hat eine positive Wirkung  und man muss sich oft schützen. Umso bewusster man wird, löst man einzelne Ereignisse von ihrer Bindungskraft auf uns ab, und überwindet den übertriebenen Schutz. So entdeckt man auch mehr und mehr das Gewissen, und nimmt sich auch in Acht, vor dem, was man selbst tut und nicht nur von anderen erleidet. Man muss oft nicht viel überlegen, sondern sehen, spüren, erkennen, um sich auf wirklich stabile Urteile zu verlassen.

Nun ja, der Weg besteht aus Licht und Schatten, es wäre ja alles so toll, wenn es nur einen massgeblichen Einflusds gäbe, wenn es nur das Licht gäbe. Das wird auch ausgedrückt mit den polaren Begriffen: Materie und Geist, Körper und Geist, Wille und Widerstand usw.. – diese Dualität eben. Dieser ur-normale Kontrast zwischen irdischer Bedingung und der erwünschten  Leichtigkeit des erlebenden Geistes . Wir wollen letzteres, es fühlt sich natürlicher an als eine Schwere.

Was sich mit unserer Sehnsucht ergibt, wo wir hin wollen: zum Geist… zum Erleben (der Geist ist es, der etwas erlebt). Unser Geist ist Ausdruck dessen, was man Seele nennt.

Ich glaube, man kann die Einflussnahme ungünstiger (dunkler)  Kräfte auf das Leben als das Urproblem für den Menschen bezeichnen. Es ist so mächtig, dass sogar eine direkte Auseinandersetzung zur geistigen Niederlage des Menschen führt.
Das zeigt sich, wenn man sich mit negativen Seins-zonen auseinandersetzt, mit negativen Trieben, Zorn, Ärger, die aus Verletzung entstanden. Wenn man dementsporechendes Verhalten begründen oder widerlegen will.  Man dreht sich desto weiter im Kreis, umso mehr man versucht, das Negative für den Geist zu ordnen. Und zwar ohne dabei ins Negative zu kommen? Das funktioniert selten (und wenn es nur eine Bewertung des Negativen als Schlecht ist, der Weg führt dann ja nur zur Erkenntnis, aber nicht zur Überwindung). Im Schamanismus schert man sich nicht viel um die Beweiskraft auf logischer Ebene, sondern um die tatsächliche Wirkung, die erzielt werden möchte. Ich glaube, der Schmane sieht bald, was sein Handeln bewirkt, aber für den Beginn eines Handelns muss er nur eines genau wissen: Dass die Möglichkeit eines optimalen Ergebnisses noch potentiell vorhanden ist. So ungefähr liegt das. Es ist dem Wissenden oft eben nicht alles bekannt, aber das Wichtigste…

Der Weg ist dann erfolgreich, wenn er erfolgreich ist. Und der Weg führt schliesslich immer zu einem Selbst: man ist der Wahrnehmende, eine kleine Nummer eigentlich angesichts des mächtigen Lebens um einen herum. Man wird aber selbst zum Wahrnehmenden, zum Entscheider der Dinge, die einen angehen. Man wird zum aufmerksamen Spieler eines grossen Spieles, und lässt sich  nicht länger von Kräften blind hin und her werfen.

Spontan denke ich beim Schamanismus als erstes an einen intakten Bezug zu sich selbst, aber auch zu allen Leben. Es ist so, als betrachte man ein universelles Gesetz und versuche aufmerksam sich daran zu halten (Heiligkeit des Lebens). Es gibt ein Feedback, eine Rückwirkung, die einen bestärkt, dass eine gewisse Sicht auf das Leben sehr vorteilhaft ist…
Dies ist für mich keine ideologische Floskel, sondern erlebbare Realität. Auch wenn ich nicht so weit in dieser Realität angekommen bin, wie ich mir wünschen würde.
Anders gesagt, mir kommt das Leben vor, als etwas, das in sich eine Art heiliges Zentrum hat (Seele), und wenn ich mir die Seele anschaue, komme ich zu einem Bild der kosmischen Blume, die mit ihrer Evolution (besonders auf der Erde) die Entfaltung von Bewusstsein und die Herrlichkeit Gottes verkörpert – irgendwie kommt mir der Begriff Heiligkeit des Lebens und er scheint mir authentisch und angemessen. Das Leben will sich entwickeln und es ist ein heiliger Vorgang. Heiligkeit wird oft als „Verehrung“ beschrieben, und ja, ich glaub das ist es. Viele, die spirituellen Inhalten nachstreben, verehren das Leben…

Der grosse Geist

Beim grossen Geist hat alles eine Bedeutung. Der grosse Geist ist wohl am besten zu verstehen, wenn man  betrachtet, wie Engel oder Ausserirdische (in guten authentischen) Channelings eine Stellungsnahme bilden, zu den Geschehnissen auf der Erde oder in uns selbst.
Ich würde dabei nur grob den Tenor beachten, nicht einzelne Aussagen der Channelings, um den grossen Geist zu verstehen. Ich würde  sagen, am besten beschrieben ist der grosse Geist mit der Aussage, alles hat seine Bedeutung und vieles eine Berechtigung. Es gibt auch so eine Maxime, wonach man idealerweise alles, was man tut, nur zum Wohle des eigenen Lebens und das allen Lebens tun sollte, ohne dabei das Wohl anderer zu beschädigen.

Es ist alles eingewoben in ein Ganzes. Und unsere momentane Situation kennt immer eine optimale Richtung, und der grosse Geist kann uns dahingehend einiges vermitteln. Botschaften aus der Omenkunde sind ein Beispiel für die Werkzeuge, mit denen wir zum grossen Geist Verbindung aufnehmen können.

Den grossen Geist stets zu verstehen, auf seine Botschaften zu lauschen, das ist auch nicht immer so wichtig, wie überhaupt  mit diesem kosmischen Energien grosser Wesenheiten in Verbindung zu kommen. Sowohl Gott (Sonne, kosmische Blume) wie auch die Erde, sind Wesenheiten, die weit über uns einzelne Menschen hinaus gehen. Sie tragen eine Lebensrichtung, die auch die unsere ist. bzw. sein kann und sie wollen, dass wir es gut haben. Natürlich ist das so eine Sache, weil wir an vielem festhalten, was uns nicht gut tut.

Und wie verbindet man sich mit dem grossen Geist? Es gibt sicher viele Wege, aber letztlich wird es entweder das Kosmische sein (der kosmische Vatergeist, die Sonne), oder die Erde (Mutter Erde). Bei beidem kann man sich einer gewissen Heimat vergewissern.

Wenn man  sich mit der Natur beschäftigt, und dabei die Aufmerksamkeit ein bisschen geläutert ist, dann entsteht oft schon eine sehr gute Verbindung zur Mutter Erde.

Man spürt zB den körperlichen Bedürfnissen nach, und ist automatisch bei der Erde.

Man spürt seelischen Bedürfnissen nach, und landet beim kosmischen Geist.
Es ist vielleicht ein entstehendes Gefühl. Oder die Aussicht auf eine gewisse Art von Bewusstheit  – als Ideal oder Utopie. Das kann auch Ausdruck des grossen Geistes sein (die Vision humanistischer Ideale usw.). Es ist eine Teilhabe am kosmischen Programm… wo alles seine Entwicklung nehmen will. Hin zur Bewusstheit, zum kooperierenden Miteinander, und so vieles, was den Sinn des Lebens erweitert. Dennoch, irgendwo gibt es da für mich auch immer den Punkt, wo wir andere Leben lassen und unser eigenes Leben leben. Mögen wir einander helfen oder nicht, es wird immer ein sehr eigenes Leben bleiben.

In meinen Augen verbindet  man sich tatsächlich mit dem grossen Geist, ohne dass man es direkt beabsichtigen muss, und zwar durch die Art von befreiter und wacher Empfindung. Und man wird noch mehr als zuvor von Energien getragen, die einen stabilisieren, die einen gut und wohl tun.
Aber wirkliche Hilfe sind die vielen Botschaften des grossen Geistes. Einfachste Intuitionen oder Botschaften in Träumen können das sein.
Engel und manche andere höhere Wesen fungieren als Vermittler dieses grossen Geistes. Eigentlich sind es Channelmedien, Schamanen und andere sehende Menschen, die es uns dann vermitteln. Manchmal klarer, manchmal vager. Es ist eine höhere Ebene, die erst zu uns gebracht werden muss…
Jedenfalls aus dieser Ebene, wird uns oftmals direkt ein Hinweis gegeben, was jetzt konkret der nächste Schritt sein könnte, um zur größeren Erfüllung zu gelangen (oder Ausgleich mit bestehenden Problemen zu finden).

Die Inspiration durch den grossen Geist wird umso größere Ausmaße annehmen, je länger und konsequenter man mit seinem Bewusstsein auf den Spuren des grossen Geistes wandelt. Man darf nur nie vergessen, es ist unser Leben, das der grosse Geist in erster Linie voranbringen will. Märtyrertum oder sklavischer Dienst am grossen Geist wären ein sicheres Zeichen bei ihm falsch zu liegen.
Lebenswege erhalten  oft mehr Sinn, wenn wir die wichtigen Schicksalsfragen auch damit lösen, dass wir in uns hineinhorchen, oder was uns die höchsten Ratgeber, die Engel empfehlen (sofern wir eigenen Kontakt haben oder ein authentisches Channelmedium aufsuchen). In der Regel deckt sich das, was uns von oben gesagt wird, mit einem Teil in uns – als Ausdruck unseres Seelenfeuers, das sich diese Umstände und Wege vor der Geburt im astralen Reich ausgesucht hat. Sie – die Seele – sah von da oben im astralen Bereich, welches Schicksal nach der Geburt an einem bestimmten Ort mit bestimmten frühen und späteren Einflüssen möglich ist. Eine grobe Spur, die ihrer Entwicklung zuträglich war, sonst hätte sie sich nicht inkarniert.

Mein Eindruck ist, dass das Seelische auch bestimmte Notwendigkeiten beinhaltet. Ein Schicksal, das sich erfüllen will, weil es zu unserer Seelenaufgabe gehört.  Astrologisch gibt es da auch oft eine Notwendigkeit den astrologischen Planeten entsprechend, die ihren Druck auf uns ausüben.

Wohlgemerkt, den Planeten ist es völlig egal, in welcher Weise sie ihre Kraft in uns und durch uns in die Welt fliessen lassen. Aber uns ist es nicht egal, und wir haben in der Hand, ob das gut für uns und alle ausgeht, oder ob wir uns gehen lassen und immer wieder an der Wand leiden, die vor uns auftaucht.
So treffen wir die Entscheidungen, weil wir einer Richtung folgen lernen. Letztlich zählt nur unser Selbst, denn es wird das Gute stets als Gutes erleben. Nur Unbewusstheit führt dazu, das eigene Gewissen (in Blindheit) nicht wahrzunehmen.

Ich will den grossen Geist gar nicht so genau definieren, man tut besser daran, seine eigene Begrifflichkeit zu finden. Aber für mich hat es sehr viel damit zu tun, dass man   sich so oft wie nötig besinnt, um mit sich ins Reine zu kommen. Denn das ist die beste Vorraussetzung, dem Geist folgen zu können. Auch Mut und Energie können so stark vitalisiert werden, um etwas für die eigene Lebensabsicht zu tun. Und damit schliesslich einen grossen Kreis zu schliessen, der immer weitere Ausmaße annimmt, und das Lebensrad huldigt…

Anekdote: Für mich sind die Säulen der Tempel von Hochkulturen sinnbildlich Brücken zwischen Leben und Kosmos. So eine Brücke oder Verbindung ist uns wie eine Navigation durchs Leben, wir finden mit der Verbindung zum Geist immer eine Antwort… – aber vor allem fühlen wir ein anderes Leben. Es fühlt sich besser an, vollständiger, im Gegensatz zu der Umnachtung der Isolation, hin und her geworfen von den verwirrenden Kräften einer lärmenden kreischenden Welt, auf der unerfülllt bleibenden Suche nach Haltung und Bestimmung…