Was ist Erleuchtung?

Erleuchtung bedeutet Bewusstseinserweiterung.

Als ich 1999 einige Monate immer wieder mal Erleuchtungzustände hatte, wusste ich in diesen Moment sehr klar, was im Leben wesentlich war. Es ist etwas anderes, zu etwas zu begreifen als nur zu denken oder sich logisch zusammen zu reimen. Ich sah vieles, was ich in der eigentlichen Bedeutung schon nach Tagen wieder vergaß. Diese Bedeutung war es, die mich aber überzeugte. Überzeugte, an gewisse Dinge zu glauben, während ich nun auch anderes mit tiefster Klarheit wusste.
Es blieb so etwas wie eine Quintessenz, eine Zusammenfassung. Es war gefühlte, erkannte Bedeutung, die das Leben in diesen Momenten aufbrachte: Es gibt Wichtigeres als die gewöhnliche Unbewusstheit. All das Äußere ist so unwesentlich…

Es ist einfach gesagt etwas anderes, wenn man mehr Wahrnehmungsinput erhält, als wie wir gewöhnlich nur auf eine reine Dingwelt blicken. Ich sah jedoch eine lebendige und wahrhaftige Symbolwelt, eine Energiewelt und einen Hauch seelischer Welt. Und alles machte Sinn. Auch es so zu sehen, war sinnhaft und erscheint mir als die einzige objektive Weise, wie wir Weltanschauung betreiben könnten: Nämlich im Hier und Jetzt diese Welt mit geöffneten Augen wahrzunehmen, frei von den Blockaden, die uns die Energie für erweiterte Bewusstseinszustände nehmen.

Ja sogar kosmische Welten waren zu sehen innerhalb dieser irdischen Ebene. Ich sah darin die Gesetze, mit ihrer Bedeutung, wie sie erklangen vor meinem Auge. Nichts anderes als Lyrik vermag an diese Reiche der Wahrnehmung heranzukommen. Kein Wort kann die Bedeutung dessen erfassen, was man in höheren Welten erblickt. Aber da war auch ein Spiegel des Herzens, der Einheit zwischen uns als Lichtwesen, die das Gute wollen und daran mitwirken möchten, dass alles gut sei. Die die Liebe als Grundessenz des Universums in sich tragen. Man spürte das Leiden der Welt, die Tragödie, die Verfangenheit und auch die Gefangennahme durch dunkle Kräfte,

Gefühlt war das, was da als Erkenntnis über das Leben auftauchte: Eine Reise. Wir sind auf einer Reise. Die weltlichen Dinge sind dem völlig untergeordnet. Und beinahe jede Abhängigkeit unterbricht prinzipiell die Reise. Jene Dinge, die unseren Blick gefangen nehmen, und die Reise dabei unterbrechen.

Was man jedenfalls erkennt ist eine verschachtelte Ordnung. Eine Welt von Ordnungen und Kräften. Kräften, die sich ereignen. Warum tun sie das? Weil sie in diesen Ordnungen sich ereignen, oder anders gesagt für eine höhere Ordnung Sinn ergeben. Ja dass Bewusstsein ist bereits ein Beispiel für das Wirken dieser höheren kosmischen Ordnung. Ein Sinn liegt darin. Es ist genauso, wie wenn man sagt, dass Energien von höheren Ordnungen in tiefere Ordnungen übertragen werden wollen. Sinn ergibt es erst, indem man begreift, dass man Teil dieser (Schöpfungs-)Ordnung ist.
Dass man fast mit Schrecken oder jedenfalls grosser Traurigkeit erkennt, wie der Gewissensbiss nagt, wie man durch den alltäglichen Schmerz so leicht schlafen kann. Blind gegenüber dieser Sinnhaftigkeit, die das Leben mit sich bringt: Nämlich Bewusstsein zu entwickeln. Verfallen wir stattdessen in eine Hektik, einem Gejagdsein und Flüchten, die Zeit tot zu schlagen.

Man entdeckt, was falsch ist, was richtig ist. Man spürt es sogar mit einem Gewissensbiss, wenn man wirklich mutig ist diesem Gewissen auch zu lauschen. Wie oft lasen wir solch klugen Spruch: „Am Anfang kitzelte das Gewissen, dann stach es wie ein Stachel in der Harmonie. Ich suchte Ablenkung vor diesem Schmerz. Ich sah das trügerische Glück der Welt. Ich achtete nicht mehr auf das Gewissen, denn ich war so geblendet von der Welt und der Leidenschaft. Mit dem Körper in dieser Welt von Einflüssen Erfolg zu haben, das war einen Genuss.“ So oder ähnlich würden wir vor einem imaginären Richter sprcehen, aber ich weiss durch die Erleuchtungen, es gibt keinen solchen Richter: Nur wir können dieser Richter sein. Was nicht unbedingt verkehrt ist, denn da spricht dann das Gewissen. Es sei denn, wir bereuen zu lange und zu heftig und nutzen den Schmerz nicht, um unser Leben zu verändern mit der Inbrunst etwas erkannt zu haben.  Ob wir das tun, ist aber allein unsere Entscheidung und wir müssen damit klar kommen, niemand sonst!  Unsere Gesellschaft verging sich an diesem Grundprinzip der Willensfreiheit. Schule, Gesellschaftsvertrag, Moral… – und dann all die anderen Menschen, die das verkörpern, was schief gelaufen ist und ein Kollektiv von Blinden ergibt. Es ist wirklich so, ein hartes Urteil ist nur gerechtfertigt über diese Welt, aber eigentlich nur, damit wir uns innerlich lossagen und unseren Weg finden, nicht um die Welt zu verbessern.

Durch die Ablenkung kommen wir zu einem Punkt, wo das das Gewissen nicht mehr auf uns einkracht, weil wir hart geworden sind. Und ich hörte nie mehr auf das Gewissen. Manch einer wird sogar zum Verbrecher, wenn genügend dunkle Kräfte auf ihn einwirken. Hätte ich nur zugehört, hätte ich die Wucht der Gewissensbisses, meines Schmerzes, später nicht erfahren. Aber diese Stimmen brachte man uns zum Verklingen. Blinde führen Kinder. Und denken, sie bringen sie in Sicherheit. Als ich aufwachte, stach das Gewissen, und ich schlief wieder ein. Aber wer brachte mir wirklich bei, diesen Schmerz zu erfahren? In aller Eile geschieht die Welt, und jeder ist felsenfest davon überzeugt, nur klug oder auch nicht klug denken zu können, das bedeutet schon Wachsein. Aber es sind in Wahrheit dunkle Kräfte, die fleissig anschieben. So läuft hier vieles vrkehrt, weil wir aufs falsche Gleis gelangen, von Trübsal geplagt, zum Ellenbogen und Rücksichtslosigkeit. Und schliesslich vergessen wir uns sogar selbst, und pflegen uns nicht im Zugang zum Seelischen, sondern systematisch verbauen wir uns den Weg mit Egoismen, Gier und Missgunst.

So bringen wir einander das Leiden, damit das Gewissen uns überdrüssig wird. Aber das wollen wir nie  bewusst. Es passiert einfach. Wir lassen es blind geworden zu. Wir haben alles vergessen. Sogar die Kindheit, das unschuldige seelischste Abbild, zu dem wir fähig waren im Leben. Wir halten die Kindheit für eine nötige Phase, nicht für einen Ursprung, der auf  den Kern unseres Seins hindeutet. An das Gewissen erinnert… – ja wir sagen sogar kindliches Gewissen, als wollten wir diese Zeit damit abwerten.

Dann geht der Sargdeckel zu, und man hat nimmer gekostet, die süßen Trauben, des Niemanslandes. Aber es ist nur ein Niemandsland, weil sich dort keiner aufhält. Niemand! Ansonsten ist es ein wunderbares Land. Nicht von dieser Welt jedenfalls. Der Sargdeckel geht zu, und die einzigen kostbaren Erinnerungen drehen sich um das Übliche, um die kleinen und grossen Freuden. Aber wir trauen uns nicht mehr, dass noch Glück zu greifen wäre, wenn wir uns wieder treu werden, uns das Herzliche vergewissern. Was man an denselben Dingen im Leben sehen kann, in aller nur möglichen Tiefe, zu der man als Mensch und Seele fähig ist? Eine Herrlichkeit, unvergleichbar mit diesem drrögen Grau zorniger oder verängstigter Mensch, gelähmt, resigniert und verhaftet unter einer Ordnung gestellt, die ihnen nicht gut tut. Dass Freude, ein wichtigr Teil davon ist. Aber vollständig begriff ich das erst Jahre später, durch alltägliches Leben (im gewöhnlichen Bewusstseinszustand). Und weil alles uns nicht wirklich gut tut, lässt uns die kalte Ordnung der Welt wieder einschlafen. Wieder und wieder, stehen wir knapp vor dem Tor der Freiheit, aber schätzen es nicht wert. Eine harte Erkenntnis zu machen, dass dieses Leben, wie es üblicherweise aussieht, ein wahrlich schlechts Vorbild ist. Wir haben es vergessen, was es bedeutet, wirklich zu sein.

Diese Erleuchtung vergaß ich, in ihrer vollen gefühlten Bedeutung . Auch dass in der Erleuchtung überall Liebe anklang oder sogar Liebe vorherrschte, das vergaß ich. Die Zeit machte es blass in der Erinnerung. Wo das Gewissen diese Landschaft einer Wahrnehmung mit Tiefe   abrundet … es ging dieser Eindruck bald verloren und damit auch die Motivation, also den Umstand ein klares Ziel zu haben.  Als wäre es schwer, etwas festzuhalten, das man auf höherer Ebene geschaut hat. Mit höheren Bewusstsein. Als wäre es eine andere Welt.

Doch zumindest bewahrte sich die Einsicht, dass ein waches Leben mehr bedeutet, als nur bloß zusätzliche Wahrnehmungsinhalte. Sie bedeuten etwas, die erwiterten Wahrnehmungen und bereichern unsere Erfahrung, so wie in einem Urlaub auch etwas hängen bleibt Aber Urlaub in einem Wunderland.

Man fragt sich in der Erleuchtung, „wie könnte man noch anders leben?“ Es wäre alles ein Mangel, ein Fehler, ein durch Schicksal geformtes Ungesicht. Kein Wille könnte entscheiden, welche Form die augenblickliche Präsenz annehmen soll. Und dieser Wille übrigens, so erkannte ich, war das Wichtigste im Leben, wozu sich eine Anstrengung lohnte. IMPULS FÜR iMPULS BAUEN WIR AN DIESEM WILLEN, TAGTÄGLICH, STÜNDLICH, SEKÜNDLICH. Und schaffen damit uns erlebbare Realität.

Wir verlieren die schönsten Momente rasch, anstatt sie auszubauen. Weil wir die Kontrolle über die Einflüsse verloren haben, die uns zu Impulsen anregen. Wir wiederholen  nur noch einen Denkvorgang, der sich mal dorthin und mal woanders hin richtet. Kurzfristige Entscheidungen, die nichts miteinander zu tun haben – nichts, was aufeinander aufbaute. Weil wir das Bewusstsein vergessen, und dass sich Wille und Absicht nicht nur durch das Denken bilden, sondern durch unsere ganze Stimmung aufgebaut wird. Umso längr wir eine Stimmung bewahren,  desto kräftiger wirkt der damit verbundene Impuls. Weil kontinuierlich tun wir Dinge,  und wenn es Ruhemomente aneinanderzuknüpfen ist. Durch dieses Aneinanderreihen von Impulsen, die aus einer Stimmung geboren wurden, wird diese Stimmung und Absicht  stetig gefestigt. Entscheidend ist, uns bewusst zu machen, was es beduetet, jne Stimmung und Absicht zu bilden, die wir gerade mit uns herum tragen. Hier gibt es nicht die eine richtige Stimmung, vieles steht uns frei. Das ist das Spiel des Lebens. Aber es gibt einige Stimmungen und Absichten, von denen wir genau wissen, dass wir sie nicht wollen.

Mit unbeugsamen Willen, kann man zumindest alles bewahren, was man im Sein erreicht hat. Ohne WIllen, verliert man es schnell unter der Vielzahl der Einflüsse. So ein unbeugsamer Willen entsteht aus Verstehen und Wissen, aus der Kraft der Überzeugung. Doch eine sehr vrbreite Kraft steht dem entgegen und führt zum Vergessen der Wichtigkeit: Die Trägheit, mit der man sich aufrafft, nicht greifbares zu verwirklichen. DIe Einfflüsse, die auf jeden Menschen gegenwärtig einströmen, sind dagegen immer sehr direkt und deutlich.

Es fiel mir auf, dass ich die meisten Dinge, die ich in der Erleuchtung beobachtete, nicht in Worten fassen konnte. Die Worte waren wie zu kleine Hüllen, für etwas, das höher dimensional ist. Das heisst: Man erkennt etwas ausserhalb des Verstandes, der Verstand ist nur ein Ausschnitt, er ist eben nicht der Big Boss, zu dem wir ihn machen wollen. Er ist mickrig, im Vergleich zu dem, was unsere Ganzheit der Wahrnehmung an Bildern liefert, voller Symbole, Gesetze und Grundprinzipien. So wie die Sonne und das Herz ein solches Grundprinzip ist. Oder wie etwas, das transformiert werden muss, dunkel zum Boden fällt, damit wir es umformen, zu neuer Blüte bringen. Wir dürfen dieses Fallen nicht aufhalten, oder es wäre zumindest sehr töricht. Was dem Leben nicht mehr dient, muss fallen gelassen werden, damit wir zu neuer Form kommen können.

Platons Gleichnis, das mit der Höhle, in der die Menschen Schatten sehen. Der Held in Platons Geschichte kommt zurück in die Höhle, nach seiner Erleuchtung, und brichtet den anderen.Aber sie erschlagen ihn wegen diesen unrhörten Ansichten. Sie sehen eine Gefahr in dieser Lüge, dass die Gemeinschaft zerbricht. Es wäre eine solche Gemeinschaft bereits sehr zerbrechlich, wenn sie sowas nicht erträgt. Aber es ist ja nur ein Gleichnis. Tatsächlich ist es so, dass diese Wut der Leuter schon zutrifft, weil sie alle Angst bekommen, vor dem Unbekannten, das da berichtet wird. Man  könnte folgern, man muss es selbst sehen, um es zu glauben.

Platons Höhlengleichnis war im Jahr davor im Philosophie Seminar   ein gestelltes Thema. Es kommt mir heute wie eine Vorwegnahme der nächsten fast 20 Jahre vor.

Ich ging übrigens Ende 1998 nicht mehr zur Uni, das nächste Jahr überliess ich mich einer Suche. Und floh in die Wälder. Suchte Erleuchtung. Weil mir bei allem eine Ahnung kam, es sei vergebens, die üblichen Wege zu gehen. SO mehr ich suchte, und allein war, in Ruhe und mit Zeit.  Vieles durfte sich ergeben, ich zwang mich dazu. Ich gab den Willen auf. Damit sich ein neur Wille zeigen konnte. Jedenfalls sah ich keinen Sinn mehr in diesem typischen Arbeitsleben, in dem typischen Weiter so, erst dies und dann das. Wo ist , was ich spürte, dass ich insgeheim ersehnte, ohne es bennen zu können ? (Das gewisse Etwas, das uns in die Spiritualität lockt).
Der Sargdeckel – so begriff ich später – geht irgendwann zu. Man lebt wirklich, oder nur zum Schein.

Man kann nicht zum Schein leben, wenn man versteht, was es bedeutet. Man würde es nicht mehr ertragen, diese Lüge.  Und oft versteht man den Schein erst wirklich, wenn man einen Kontrast hat druch die Erkenntnis dessen, was man anstelle des Scheins leben sollte. Bloß nach einer eigenen Identität zu streben war mir zu wenig. Diesen Kontrast zur üblichen Welt und Lebensweise, ergab sich mit der Erleuchtung, dass es höhere Welten gibt, und das unsere innere Ordnung danach verlangt, diesen höheren Ordnungen zu entsprechen, in dieser Weise zu funktionieren, wie auch die Sonne funktioniert. Zum Wohle allen Lebens. Aber vor allem in der augenblicklichen Ordnung, wo die Lebensfreude und Liebe der beste Kanal ist, für die Weitergabe von Energien aus dem Kosmos zur Erde und von der Erde zu seinen Bewohnern aller Art. Würden diese Energien nicht weitergetragen, wäre es wider der Natur. Es wäre wie eine Lücke, und wo Lücken sind, gibt es Probleme.

Dass es viele überzeugende Facetten hatte, die Dinge so zu betrachten.

Weiter entdeckt man die üblichen Einsichten in die energetischen Zusammenhänge, zum Beispiel dass es die Chakren wirklich gibt, den Energiekörper, oder wie  die Organe eigenständige Einheiten sind, die wie ein eigenständiges Wesen handeln und sich einfügen, in unsere menschliche Ordnung, die für unsere Seele Funktionsmittel ist, bwusste Erfahrungen zu machen und daran zu wachsen, was sich die Seele in einem Leben vorgenommen hat, als Erfahrungsgrundlage vorzufinden. Und man entdeckt, dass Freude nicht nur Selbstzweck ist, sondern wie Treibstoff, der alles in Ordnung hält. Man versteht, wie die Sonne ein Symbol ist für das Herz und ebenso für Lebensfreude, Kreativität, Schöpfungstaten. All das, um wiederum fortzuführen, den Geist Gottes, den Geist des Lebens, den Geist der Seele. Den Geist von allem, was wesentlich ist. Im Gegensatz zu den unwsentlichen Verstellungen, dunklen Flecken, Schatten, Verletzungen und Traumata.

Wer macht uns so empfindlich? Dass wir so sehr festhalten an unseren Schmerz? Und ein dickes Ego als Sprungbrett ins Neuland aufbauen? Angst vor dem Unbekannten, und der bösen Überraschung darin haben?
Unsere Seele ist es nicht, und es riecht danach, dass Dunkelwesen dahinter stecken. Die uns den Stachel nur weiter und weiter rein treiben wollen, als seien sie Parasiten und nichts anderes.

Während die Realität doch sehr davon bestimmt ist, welche Resonanz wir entwickeln. Man spürt in der Erleuchtung, dass ein Vergehen gegen die eigene Ordnung wider die Natur und der gesunden Ordnung ist (also keinen Sinn ergibt  ja sogar Schaden bedeutet).
Und man begreift sein Gewissen,  entdeckt die Maxime, die Lösung auf die quälende Frage, wer die Verrückten sind – ich oder die anderen: Die Maxime lautet: „Wie man nicht anderen das antun soll, was man nicht auch selbst bei sich angetan wissen möchte.“

Jedenfalls, die Erleuchtung habe ich in ihrer Bedeutung nach nur wenigen Jahren komplett vergessen. Die kurze Zeit nach diesen Zuständen im Mai 1999, so weit ich sie noch erinnern konnte, war angefüllt mit gefühlter Bedeutung als sei es ein Traum, dass die Dinge aus höherer Sicht alle wunderbar sind, und es keinen Grund gibt, trübe drein zu schauen. Doch man schaut bald zu lange trübe, weil man die Motivation aus den Augen verliert, umso mehr die Erhabenheit in Vergessenheit gerät. Das Grau der Sorgen des Alltags hat dann wieder die Herrschaft über das Bewusstsein übernommen.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Kultur der Esoterik und spirituellen Lehre versucht, Erinnerungen zu schaffen, dass man nicht vergisst. Inspiriert durch Engel gibt es die Channelings, und sie alle sollen uns letztlich zu dem führen, aus uns zu machen, was wir sein können. Erleuchtete Wesen. Angefüllt mit der Herrlichkeit, die in Wahrheit alles durchdringt.  Als sei Herrlichkeit nicht nur eine Bedeutung, sondern etwas Feinstoffliche, das einen nährt. Wie mächtig könnte das Licht auch deshalb sein, wenn alle Menschen auf der Welt erleuchtet sind, und die feinstoffliche Dimension helfen zu erweitern, weil wir alle wie Fabrken des Lichtes sind, weil wir alle wie Sterne sind. Geschaffen für das Licht, und schaffen für das Licht. Aus keinem anderen Grund, als dass es uns erfreuen tut, mehr als alles andere.

Welche Arbeit war denn in der Erleuchtung zu tun? Welche Herausforderung gab es? Mir schien, meine Schatten (damals) verursachten viel Aufholbedarf. Das Weltliche stieß auf meine Ängste, die eben noch nicht mit der Erleuchtung geklärt waren. Es war ein Umfeld (Welt), das auf meine langen Jahre an Gewöhnung rieb und ich verstand demnach auch, wie leicht man wieder einschläft (was ich dann auch tat), und wie verständlich es ist, dass alle schlafen. Die Aufgabe jedoch schien mir ganz einfach, wenngleich man eine Menge Übung brauchte. In der Welt zu sein, und nicht von ihr zu sein.

Es geht darum, die menschliche Funktion in Ordnung zu bringen. Das ist, was wir alltäglich vor Augen haben. Stress zB befördert ein hektisches Handeln und man lässt manches an Sorge hinter sich, indem sich einfach die Priorität ändert. Die Sorgen erscheinen als eine Art Unsinn, Verkehrung, sie helfen nicht. Der höhere Verstand sieht das alles. Ihm kann man sich anvertrauen, und es gibt immer eine Lösung, nämlich die beste Lösung. Und wenn es keine  Lösung gibt und nur der Abbruch bliebe, würde das die Lösung sein. Unser weltlicher kleiner Miniverstand (durch Energiemangel), sieht nur Lösungen innerhalb der Grenzen, die er sich setzt. Der höhere Verstand kennt aber eine neue Grenze, nämlich die Priorität des Lebens gegenüber rein Äußerlichen. Ein Geldsystem zu errichten wäre für den höheren Verstand möglicherweise noch opportun, aber die Priorität des Geldmachens käme ihm nie in den Sinn.  Denn ihm ginge es wesentlich um das, was sich mit Leben ergibt: Lebensvorgänge sollen erleichtert werden.

Und so geht es auch um Lebensvorgänge, wenn wir unsere Schatten erkennen, unsere Hektik, Stress oder Angst und Hemmung. Da wartet eine Funktion, in Ordnung gebracht zu werden, damit es fliessen kann. Und es wird niemals gelingen, aus sich einen Übermenschen zu machen. So legt uns ein Gefühl nahe, öfter an Demut zu denken, dass einige Funktionen , die wir instand setzen wollen, nur bis zu einem Grad nötig sind. Sonst kommen wir in das Detail und verlieren uns. So ein Detail ist zum Beispiel der Perfektionismus, wenn das Instandsetzen nur noch Selbstzweck ist. Eine künstliche Person, nicht echt mit dem Leben und der Unendlichkeit des Seelischen verwurzelt. Es ist etwas besonderes, wenn die Persönlichkeit errichtet wird, im Blick auf die Vergänglichkeit des Lebens. Viel mehr Zeit geht dabei drauf, die Ewigkeit zu geniessen, in der alles geschieht.

Advertisements

Kommentieren, Ergänzen, Mitteilen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s