Denkst Du Urlaub?

Urlauben, was ist das?

Wir waren oft im Urlaub. Aber was bedeutet der Begriff eigentlich?

Etymologisch gesehen, das heisst auf den Ursprung des Begriffes bezogen, ist mit dem Wort Urlaub die „Erlaubnis“ gemeint. Man hat die Erlaubnis weg zu gehen. Sich vom Dienst zu entfernen. Tatsächlich sehen wir am Urlaub, wie verklavt unser Dasein ist. Wir brauchen eine Erlaubnis, um weg zu gehen! Und wohin ging man damals? Nach Hause.

Was klingt im Wort Urlaub heute an? Wenn wir irgendwo hin reisen, an einen anderen Ort, um dort Urlaub zu machen? Wenn wir an das Gefühl denken, das dort entsteht, und das uns später an den Urlaub erinnert?

Urlaub bedeutet für uns Freiheit.
Freiheit ist das für uns wesentliche Merkmal eines Urlaubens. Nicht das Geld ausgeben, nicht die Sehenswürdigkeiten. Sondern das Gefühl der Freiheit, morgens aufzustehen und eine Zeit ohne Zwang zu erleben.
Dieses Gefühl der Freiheit bleibt in Erinnerung.  Am ehesten entsteht es bei Urlaubs-Reisen in andere Länder.

Auch hier sehen wir wieder, wir erleben dieses Gefühl von Freiheit als ein höchstes Gut. Aber es bedarf besonderer Umstände auf dieser noch 3 dimensionalen Welt, die so viel Verklavung als Merkmal aufweist, um dieses Gefühl auszukosten.
Stets und immer kommt uns alles unfrei vor.
Meines Erachtens ist das eine direkte Folge der uns unsichtbaren Dunkelwesen, die uns reglrecht auf die Stimmung schlagen. Die Umstände sind gar nicht mal so wichtig, denn wir haben uns an den Zustand der gewöhnlichen Unfreiheit gewöhnt.
Und im Urlaub, da halten wir uns vieles fern, das als Anlaß dienen könnte, um uns dadurch niederdrücken zu lassen. Warum ist das so? Weil wir neue Dinge erleben. Weil wir das Alte nicht mehr vor Augen haben. Weil wir umschalten, abschalten können.

Noch mal zum Gefühl von Freiheit: Ungezwungen dürfen wir jeden Tag als Abenteuer erleben!

Wir können im Urlaub die Zeitlosigkeit erleben. Auch wenn diese Urlaubszeit begrenzt ist, auf ein bis drei Wochen, ist die Zeit mitten im Urlaub eine sehr schöne Zeit, bei der wir keinen Zwang erleben.

Wir wachen morgens auf, haben einen frischen, unschuldigen Tag vor uns. Abends freuen wir uns auf den nächsten dieser Tage.

Wir können uns etwas vornehmen, müssen es aber nicht. Vielleicht schauen wir uns die Berge an, oder eine Bucht, oder eine Altstadt. Dinge, die uns neu sind. Wir kennen nichts. Die Landschaft, die Stadt, die Straßen, die Leute.
Vielleicht ergibt sich erst ein Tagesinhalt auf ungeplante Weise. Es ist egal, was wir im Urlaub tun, das Gefühl ist entscheidend. Alles andere ist eigentlich nur Beiwerk. Alles, was wir an einem Urlaubstag erleben, ist eingebunden in das Gefühl von Frische und Freiheit.

Urlaub denken – Hier und Jetzt Gewahrsein erleichtern

Was ist, wenn wir dieses Gefühl auch in unsere normale Zeit bringen? Wenn wir uns in den Urlaub denken? Wenn wir uns sagen, wir sind jetzt im Urlaub? Ich schreibe bewusst „Urlaub denken“, weil es allem unser Verstand ist, der entscheidet, ob zB ein Gefühl zulässig ist.  Unser Geist kann sich dazu entscheiden, das Urlaubsgefühl wachzurufen.

Egal wo wir sind, was wir tun. Plötzlich ist alles von neuem Reiz. Es ist erfrischend, wenn alles neu ist.

Ich bin fast jeden Tag auf einer bestimmten Straße zu Fuß unterwegs – und jetzt habe ich mir angewöhnt, so zu tun, als wäre alles neu. Ich versuche das Gefühl des Urlaubens wach  zu rufen und es gelingt stellenweise sehr gut. Wahrscheinlich helfen dabei momentan die Energien des Aufstiegs.
Tatsächlich entdecke ich sogar neue Dinge, die ich vorher nicht wahrgenommen habe. Die Welt klingt genau wie im Urlaub. Die Geräusche zeugen jetzt mehr von den Lebensvorgängen aller Leute, als an den immer gleichen Alltagstrott zu erinnern.  Auch die Leute kommen mir anders vor, weil ich sie anders wahrnehme. Die Straße verändert sich ja sowieso schon täglich. Jeden Tag stehen da andere Autos, ja selbst das Wetter verändert das Erlebnis in einer Straße zu sein.

So zu denken, als wären wir im Urlaub, vertreibt Ängste, die sich durch den Alltagstrott manchmal ergeben, ohne dass wir es bemerken, und die dann im Hintergrund lauern.
Sich in einen Urlaub zu denken, kann die Zeit befreien von der Gewohnheit, und es macht mehr Spaß, den Tag zu verbringen, selbst wenn dieser zB durch Arbeit vorgegeben ist.

Man könnte sogar weiter denken, dass man nur deshalb arbeiten geht, weil man gerade in einem neuen Land angekommen ist und sich nun den Aufenthalt finanziert. Auch das trägt den Geist des Neuen in sich. Ein Neuanfang.
In einem anderen, neuen Land arbeiten zu gehen, macht mehr Spaß. Es ist das Neue, das uns berauscht oder in der Stimmung anhebt. Aber wesentlich ist dabei, es ist ein Gefühl, das wir in uns wachrufen können .

Es spielt keine Rolle, wie oft wir unsere alltäglichen Umstände bereits erlebt haben. Wir können so tun, als ob… – als ob alles ein Urlaub wäre.

Das Denken wie bei einem Urlaub bringt uns in ein stetes Hier und Jetzt.  Und es könnte sein, dass wir auf diese Weise sogar unsere Schwingung  leichter anheben können.
Man könnte das „Denken wie in einem Urlaub“ als psychologischen Trick ansehen, um (spirituelles) Gewahrsein des Hier und Jetzt konkret und einfach umzusetzen. Denn wir kennen das Gefühl des Urlaubs (es dürfte auf fast alle zutreffen, einmal eine Urlaubsreise gemacht zu haben).
Dieses Gefühl können wir wieder wachrufen, weil wir es kennen.

Ist dieses Gefühl von Freiheit nicht nahe dem ursprünglichen Zustand, in dem wir sein möchten?

Advertisements

Kommentieren, Ergänzen, Mitteilen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s