Nur wer träumt, ist frei!

Eines Tages, es ist lange her, las ich ein Büchlein. Eine Novelle. Kurzgeschichte. Der Titel lautete: „Nur wer träumt ist frei“. Diese Kurzgeschichte fiel in eine Zeit, in der ich mich zutiefst mit der schamanischen Gedankenwelt beschäftigte und auch inspiriert durch den gleichzeitig kennen gelernten Film  Matrix mit der Illussion unser Wirklichkeit.

Zwangsläufig kam mir eine Erkenntnis, und es erscheint mir auch heute noch so, dass wir in einer Art Komplott leben. Wer träumt, und willkürlich in den Anschauungen wird, der ist verrückt – heisst es. Es ist umgekehrt. Das Komplott ist eine angeblich für alle gleich aussehende Wirklichkeit.

Wieso sollten wir nicht den Tatsachen ins Auge sehen und also mehr Wert auf eine eigene Anschauung legen, als dass diese Anschaung vertträglich sein sollte, mit denen anderer? Die Schule trichterte uns ein, dass wir eine allgemeinverbindliche Anschauung entwickeln sollten. Es wird dem Leben und Wirklichkeit nicht gerecht. Wir kommen weiter in unserem persönlichen Leben, wenn wir geradezu einen Schwerpunkt darin annehmen, eine sehr subjektive Wirklichkeit zu erfahren. Und dass jedem sehr subjektive Anschauungen erlaubt sein sollten. Dann haben wir auch eine Freiheit, diese Wirklichkeit auszuschmücken mit unseren ganz eigenen Träumen oder Wunschvorstellungen. Sie müssen doch nur ermöglichen, dass wir uns gut fühlen und andererseits müssen sie uns ermöglichen oder erlauben, mit einer Welt klar zu kommen… – die Wirklichkeit ist subjektiv und wir sind ermächtigt, Schöpfer unser Realität zu sein.

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Über die Unendlichkeit

Es gibt besondere Momente, die wie in Ewigkeit gegossen sind. Die Zeit fülht sich an, als dürfe sie mit diesem Inhalt ruhig und lange bestehen bleiben…

Solche Momente erinnern uns, oder wecken uns. Wenn man es darauf anlegt, führen sie uns nach weniger Zeit tiefer zur Erkenntnis über die Natur des Universums oder zur Erkenntnis unserer eigenen Natur.
In solchen Momenten kommen wir Antworten näher, auf die die sonst leidliche Frage, „was ist der Sinn des Lebens?“ 

Aber da ist auch wie anfangs angedeutet noch etwas anderes, was in diesen Momenten liegen kann. Ein Hauch Unendlichkeit. Ewigkeit.

Diese Erfahrung von Unendlichkeit wird dichter, so losgelöster man von dem sein kann, was oder wer man sonst immer ist. Üblicherweise bedeuten die Rollen, die wir auch für uns selbst spielen, die grösste Last. Aber im Kern geht es einfach darum, weniger mit dem Gedächtnis oder Verstand  beschäftigt zu sein. Dann wird der Blick frei.

Als zöge unsere Seele es immer tiefer in diese Erfahrung… aber nur wenn unser Ego es zulässt. Wenn man keine Sorgen, keine Angst, keine Erwartungen hat. Dann erscheint unser Leben eingebettet in den grossen kosmischen Ablauf, und die Kanäle der Wahrnehmung werden geweitet.

Den Eindruck, den ich sehr oft habe, wenn ich mich losgelöster als sonst sehe, ist nicht einfach nur ein  Gefühl um Unendlichkeit, so als würde man Wind fühlen. Es ist zugleich  eine Art Erinnerung, worum es im Leben wirklich geht. Ein Gespür um tiefstes Wissen entsteht. Ein Gespür auch, dass in dieser Art Wahrnehmung vieles möglich wird. Der Wermutstropfen ist, dass wir gewöhnlich in alltäglichen Situationen aus so einer losgelösten freien Wahrnehmung heraus gebracht werden. Möglicherweise, und ich rechne fest damit, können wir bald diese besonderen Wahrnehmungszustände aufrecht erhalten, umso weiter der Aufstieg voranschreitet. Meine mediale Ahnung sagt mir, dass im Laufe des Jahres 2019 (vermutlich ab Sommer) so eine Stabilisierung der gewollten Wahrnehmungsweise sehr viel einfacher für uns wird.

Wie kommt man zu diesem Gespür der Unendlichkeit? Sorgen und Ängste abstellen, das ist das eine, aber naheliegender ist es einfach auf die Freude zu setzen. Wenn uns das Leben bereits als wertvoll genug erscheint, auch ohne dass wir irgendetwas „im Leben erreicht“ hätten.

Es gibt viele spirituelle Aussagen über die wichtige Freude im Leben. Aber sie ist auch ein Weg, diese Freude. Es ist die beste Richtschnur, um zu entscheiden, wo man mit seinem Geist eigentlich wandeln will.
Dieses Leben bot schlimme Überraschungen und wir haben  an Vertrauen eingebüßt, uns einer gottgegebenen Zeit losgelöst zu überlassen.
Vieles Alltägliche kann den Zugang versperren, zu diesem Gefühl von Unendlichkeit. Wenn die Zeit dahin fliessen darf, und wir nichts bereuen…

Dann erscheint das Leben in einem anderen Licht.

Beste Grüße
Stefan

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Mein neues Motto für jeden Artikel: Nur wer träumt, ist bereit für das Licht!

 

Nebadonia Offline

Das Portal für den Zeitenwandel ist seit einigen Wochen beendet. Wir fanden dort eine hilfreiche Übersicht zu neuen Channelings und Berichten spiritueller Leute über die Energiesteigerungen. Wenn ich meinen Computer anmachte, rief ich gewohnheitsmässig Nebadonia auf. Nun werden wir allein auf die Suche nach den entsprechenden Channelings und Artikel gehen müssen.

Ich denke, der Grund für das Beenden liegt einfach darin, dass der Betreiber des Blogs auch nur ein Mensch ist, und man bei so einem Portal mit täglichen Aktualisierungen stark gefordert wird. Ich denke, die Zeit lädt uns alle dazu ein, neue Weg zu gehen.
Das Ziel ist die Freiheit.

Der Blog ist nicht mehr erreichbar, und wurde auf Privat gestellt. Einladungen an den Betreiber, wie WordPress sie beim Aufruf der Nebadonia Seite vorschlägt, haben keine Bedeutung. Der Blog ist beendet.

Es gab auch die Meinung, dass es um den EU Datenschutz ging, der viele ängstigt. Neue Verordnungen sind das eine. Die neue EU Verordnung betreffen vor allem Geschäftstreibende, die Kundendaten verarbeiten. Eine kritische und bis ins Mark intolerante Gesellschaft ist das andere (Mein Glaube ist: mind. 30% der Bevölkerung sind intolerant wenn es zur Konfrontation mit anderen Weltanschauungen käme, natürlich bedingt durch die rationalen Predigten in Schule und Massenmedien, aber nur ein Bruchteil wird dabei fanatisch sein); man weiss ja nie, wer alles auf die Idee kommen könnte, der Esoterik und Spiritualität  eine Abmahnung zu verpassen? Das ist für mich eine kollektive Urangst, die nicht so leicht zu überwinden ist: Dass man von den Leuten verhetzt wird, weil man anders lebt und denkt.
Gerade ein viel besuchtes Portal wie Nebadonia könnte dazu einladen. Wer weiss. Aber ich glaube, das mit der Lust ist der wesentlichste Grund. Wolf, der Betrteiber, möchte  sicher mal was anderes machen, als nur vor dem Computer zu sitzen.

Lasst uns das weiter machen, was wir machen wollen! Schreiben  kann  dazu gehören.
Ich selbst hatte immer das Bedürfnis, angesichts einer Welt voller Lügen, meine eigenen Aufassungen von der Wahrheit kund zu tun. Ein kleiner Blog und ein überschaubarer Videokanal bleibt unauffällig, und man muss sich über die Welt der Anderen, die ihre Intoleranz für „Meinungsfreiheit“ halten, keine großen Gedanken machen.
Meine Motivation ist die Mitteilung und Berichterstattung über meine eigenen Erfahrungen, bei einem Weg, den wir alle eigentlich gehen wollen. Als würde ich einfach ein Bekenntnis ablegen, über diesen Weg der Freiheit, auf dem wir alle so gerne gehen mögen.  Auf dem aber (noch) so wenig wandeln.
Ich glaube, unsereiner, die wir spirituelle Interessen haben, oder einfach nur frei sein wollen, unsereiner brauchen von anderen jedoch nicht so viel Wahrheit erklärt zu bekommen, aber Ermunterung, Bestätigung, dass bereits eine grosse Zahl von Menschen weltweit diesen Weg der Freiheit gehen und wir auf diesem Weg nicht allein sind…

Beste Grüße
Stefan Arens

Aufstiegsbericht (Mai 2018) – über Energien und wie es sich anfühlt

Eigentlich hat sich seit März nicht viel verändert, tatsächlich erscheint mir jetzt im Mai aber ein wenig der Druck genommen. Liegt das vielleicht aber nur daran, dass man selbst gewachsen ist, widerstandsfähiger? Auch Flexibler, so dass man schneller und reibungsloser umschalten kann?

Ansonsten haben die Unpässlichkeiten für mich abgenommen, die man ja mit dem Aufstiegsstress der letzten Jahre oft hatte. Vielmehr bestätige ich, was auch andere sagen: Dass man das Gefühl hat, das Leben könne aufblühen…

Meine Interessen waren zB schon immer auf die Kunst gerichtet, und in diesen Wochen habe ich neuen Gefallen und eine vertiefte Beziehung zur Malerei gewonnen. Es ist, als wirke der Aufstieg auch in dem Punkt, uns auf unsere wahren Interessen zu bringen. Dort, wo wir das Gefühl erhalten, aufzublühen.  Und Weiterzukommen.

Oft finde ich es nicht mehr wie früher so nötig, mich zu besinnen, weil es wie von allein geschieht, die Mitte bei zu behalten. Trotzdem merke ich manche Schwierigkeit, die wie immer besteht: Etwa wenn es um negative Äusserungen geht. Wenn Leute rücksichtslos werden, oder beleidigen. Die Schwierigkeit empfinde ich aber nur dann, wenn ich mich darauf zu sehr einlasse – dann wirkt es fast wie eine apokalyptische Erfahrung der Unmöglichkeit, diese Situation zu meistern. Dagegen empfinde ich eine enorme Leichtigkeit, an dieser Negativität regungslos vorbei zu gehen. Das ist vielleicht so etwas, was der Aufstieg mit sich bringt. Man kann viel leichter den Blick auf anderes lenken, wenn man es will…

Allerdings ist es bei spirituellen Orientierungen nach wie vor wichtig, zu überlegen, wo man selbst zum Ego werden könnte, und über die Grenzen geht, die anderen wichtig sind. Das kommt als Frage auf, wenn man in irgendeiner Weise öffentlich wirkt. Da ist es aber interessant, dass man oft gar keine Absicht hat, egoistisch zu wirken, oder sich vorzudrängeln, und die anderen einen nur so wahrnehmen. Es wird von etwa einem Drittel bis die Hälfte der Nutzer des Internets sehr viel kritisiert, was andere tun oder lassen (als seien sie in die Rolle des Chefs oder Lehrer geschlüpft). Irgendwo komme ich da auch an den Punkt, dass diese Sichtweise auf andere oft genauso verschroben ist, wie die Vorwürfe, die man durch diese Sichtweise erfährt.
Manchmal sind die Umstände für alle schwierig, und in denen halten wir uns alle  auf. Wie ihr sicherlich auch, habe ich festgestellt, dass die meisten Probleme im Leben menschenverursachend sind. Dahingehend glaube ich, dass immer mehr Menschen eine gesunde Utopie einer kranken Realität vorzuziehen bereit sind – umso mehr sich der Schleier in den nächsten Jahren lüftet und die wahre Realität sich ale eine göttliche offenbart. Der Wahnsinn eines  mit Kollektivmustern verstopften Denkens wird immer enger, und die Freiheit immer schmackhafter. Die Kollektiv Muster sind ja nicht per se schlecht, in einem Naturvolk wären sie sehr gut und hilfreich für die Menschen. Aber es geht bekanntlich viel um Leistung, Druck, Anerkennung, Würde, und den Egoismus, mit dem man sich die Pseudo-Bedeutung erkämpfen und ergaunern will. Man spielt ein Spiel, in dem man versucht besser als andere dazustehen, wo man vermeintliche Schuld abzuweisen bereits ist, oder lieber anderen aufbürdet. Wenn man einen Schuldigen hat, auf den man zeigen kann, sehen die Leute weg von einem selbst: Aber warum wird immer nach  dem Schuldigen gesucht? Ich denke das ist ein gigantischer Schuldkomplex langer Jahrtausende, verkörpert  im kollektiuven Bewusstsein aber auch in Form der Schulbildung, wo wir von Anfang an bestraft werden. Wo es eine Bestrafung gibt (auch in Form der Pflicht) vermuten wir doch instinktiv/unbewusst eine Schuld, die wir haben. Wieso sollten  wir sonst so sehr in die Pflicht genommen werden? Schuldig wird man im Kopf, durch die Kollektivmuster. Diese Muster sagen uns, wir dürfen nicht frei sein, nicht unseren Weg gehen – erst braucht es eine Absolution der Anderen. Eine Anerkennung, ein Schulterklopfen oder eine weltanschauliche Legitimation. Diese Weltanschauung  finden die meisten im Geld; und es ist schwierig, einen Lebenskurs zu verfolgen, wo das Geld nur noch die Existenz, aber nicht mehr den Sinn definieren will. Das werden die Leute immer mehr merken.
Jedenfalls haben viele bereits auf das Problem der (gefühlten) Schuld hingewiesen und ich denke, das wird in diesen Zeiten von den Energien auch manchmal uns vor Augen geführt, dass wir diese alten aber dichten Muster erkennen und ablegen.  Sie könnten vor allem in einem verworrenen Gefühl oder einer verworrenen Emotion auftauchen, verworren, weil schwer zu durchschauen….

Der Kompost – unverzichtbarer Bestandteil eines Gartens

Ich benutze zwei Komposter, einen Schnellkomposter und einen offenen aus Holzlatten bestehenden Komposter (der oben einen selbst gezimmerten Deckel besitzt, damit es bei Regen nicht zu feucht wird).

In letzteren kommt Pflanzen-Material aus dem Garten, meist Schnitt aus dem Garten, das nicht zum Riechen neigt (manche Gemüse stinken sehr gern), oder halbfertiges aus dem Schnellkomposter.
Um das Riechen des Schnellkomposters zu vermeiden, bedecke ich stark riechende Gemüse ein wenig mit Komposterde. Zum Beispiel stinkt gammelnder Sellerie „herrlich“.

Kurz will ich einige Tips geben. Aber unwissenschaftlich, einiges kommt zu kurz. Das Internet bietet zum Kohlenstoff-Stickstoff Verhältnis noch wichtige Informationen. Ich muss aber nicht alles wissen, es genügen mir einige Ansätze. So weiss ich einfach, dass Rasen sehr viel Stickstoff enthält, ebenso wie die meisten Pflanzenreste. Aber erst Holz oder Strauchschnitt (zusätzlich auchPapier) liefert den für das optimale Verhältnis wertvollen Kohlenstoff für eine gute Komposterde.

Was auf den Komposter gehört, kann man leicht nachlesen. Ich sehe da wenig Probleme und neige dazu, sehr vieles auf den Komposter zu tun – die Priorität hat die richtige Feuchte und Geruchsvermeidung. Es sollte aber wirklich darauf geachtet werden, dass keine Ratten angezogen werden zB durch Fleischreste. Gekochtes wohl nicht in Übermaß. Auf keinen Fall Fett (weil für den Kompost schlecht, dauert lange bis es verrottet).
Wenn man nahe an einem Fluß lebt (dort gibt es Zugänge zur Kanalisation!), sollte man das Rasttenproblem ernster nehmen.
Apropos: Mäuse wird man in jedem Garten haben, besonders unter den Gartenhäuschen. Scheinen kein Problem zu sein.

Geruch vermeiden

Das Wichtigste finde ich den zu vermeidenden Geruch. Denn die Nachbarn haben meiner Schätzung nach zu 80% KEINEN Komposter und sind in der Regel deshalb auch voreingenommen und werden schon bei geringsten Gerüchen aufmerksam. Das Schlimmste was geschehen kann, ist ein Gespräch mit dem Ordnungsamt. Selten werden Bußgelder verhängt (bei extremen Gestank und Rattenproblemen, wie ich mal gehört habe). Aus der Sicht der Stadt wird ein Komposter moralisch gefördert. Aber ein nettes Verhältnis zu den Nachbarn ist stets hilfreich. Wenn man sich wöchentlich mit dem Komposter beschäftigt, wird kein Geruch entstehen. Zur Not einfach das geruchsbildende Material mit Erde überdecken, aber nicht bevor man für genügend Luftzirkulation sorgt.

Die Luftzirkulation wird gefördert mit  genügend klein gehobelten  oder klein geschnittenen Holzschnitt, Strauchschnitt, womit man auch die wichtigen Kohlenstoffanteile in den Kompost bekommt. Diese Teile können kleinfingerlang sein, das ist dann noch praktisch zu verarbeiten. Für das Zerkleinern der Strauchschnitte nehme ich mir etwas Zeit, aber damit schaffe ich mir auch einen intensiveren Bezug zum Garten/Komposter.
Als Geheimtip dient, immer ein bisschen Komposterde von unten über das neue Material streuen.

Unfarbiges Toilettenpapier ist zwar gebleicht, aber das bisschen Bleiche scheint kein Problem zu sein. Das Toilettenpapier ist ideal zum Druntermischen, wenn man neue Masse an Pflanzenresten aufschüttet. Gerade im Anfangsstadium wird diese organische Masse recht feucht, und das Toilettenpapier zieht ein bisschen die Feuchtigkeit in sich auf – so vermeidet man die Staunässe. Man kann es wohl auch ohne Toilettenpapier schaffen. Man sollte schauen, wie es um die Feuchtigkeit steht. Da ich geringe Mengen Rasenschnitt mitmische, muss ich auch etwas Papier untermischen, sonst  kommt es zum Fäulnisprozess und es beginnt zu stinken. Das Papier liefert der Komposterde schliesslich noch den Kohlenstoff, mit dem der viele Stickstoff des Rasens ergänzt wird.
Den Rest des Rasens verteile ich unter Sträuchern im Garten, nach 2-3 Monaten ist da nichts mehr zu sehen.

Man sollte in kritischen Phasen (nach grossen Mengen neuen Materials) alle 1-2 Wochen prüfen, wie es um den Kompost steht – in der Regel wird man ja sehr oft zum Komposter gehen. Ein bisschen unterhaken um drunter zu schauen, ob auch genügend Luft zirkuliert. Ein zu feuchtes Mileau erkennt man an dem zu nassen klebrigen Teig und evtl. bereits am stinkenden Geruch. Sobald zuwenig Luft zirkuliert, staut sich die Nässe, und es bilden sich die anaeroben Bakterien aus, die dann zum Stinken neigen. Meiner Erfahrung nach kommt es auf die Menge dieser anaeroben Verwesung an, geringe Mengen kann man einfach nach oben kehren und dann den Geruch mit ein bisschen Komposterde „bedecken“. In wenigen Tagen geht der Fäulnisprozess über in den gewünschten Kompostiervorgang. Größere Mengen eines „Fäulnishaufens“ verdient  Papier als Zugabe. Zum Beispiel ungefärbtes Küchenpapier oder Toilettenpapier. Keinesfalls Altpapier, Kartons, wegen der giftigen Druckerschwärze (enthält die Bestandteile des Öls).
Dann noch mal die Menge an Holzschnitt/Strauchschnitt prüfen, damit die Zirkulation der Luft gegeben ist, bzw. das Übermaß Feuchtigkeit auch verdunsten kann. In der Regel sollte ein Komposter im Halbschatten oder Schatten kaum Regulation der Feuchtigkeit benötigen. Um das Komposten dauerhaft hinzubekommen, muss man das Gefühl für die Feuchtigkeit bekommen. Beobachten und Urteilen. Es kann sich eigentlich selbst überlassen bleiben.

Man kann alle zwei Monate den Kompost mal komplett mischen.

Immer feucht halten

Der Kompost muss feucht sein, aber er darf nicht klumpig feucht sein, so dass der unerwünschte anaerobe geruchsbildende Fäulnisprozess vermieden wird. Ein idealer Komposter riecht nur sehr leicht, aber nicht nach Mülltonne, und keinesfalls nach Verwesung. Manche beschreiben den gewünschten Geruch als Waldbodenartig. Naja, es kommt vermutlich auch auf den Inhalt an. Viel Laub sammelt sich in meinem Garten nicht.
Zusätzlich Wasser in den Kompost zu geben, ist kaum nötig, es sei denn der Komposter steht nicht im Halbschatten oder Schatten und trocknet zu schnell aus. Ein am Komposter gepflanzter Strauch oder Lorberbusch kann hier nachträglich für Schatten sorgen.
Man kann den Verrotungsprozess mit Milch, Quark oder einer Hefe/Zuckerlösung beschleunigen (googeln). Hier sollte man den evtl. Geruch unterbinden, indem man vorsichtshalber eine dünne Schicht Komposterde über die „Milchsuppe“ legt. Hier wird Holz-/Baum-/Strauchschnitt als Abstandshalter der feuchten Masse besonders wichtig.

Holzschnitt aller Art sorgt als Abstandshalter für eine gute Luftzirkulation, und bietet obendrein das wichtige Kohlenstoff für einen qualitativ hochwertigen Kompost.

Insekten aller Art tummeln sich in dem Komposter, besonders Kellerasseln sorgen für die weitere Zerkleinerung des organischen Materials und sind in jedem Garten dort anzutreffen, wo etwas verrottet. Ameisen deuten darauf hin, dass der Komposter zu trocken ist. Die Haupttätigkeit leisten mikroskopisch kleine Mikroorganismen, die wir nicht sehen können.

Statt Holzschnitt Sägespäne zu nehmen ist eigentlich kein Problem, es verrottet wie jedes Holz aber nur langsam, und sieht optisch nicht gut aus. Es würde erfordern, den Kompost ordentlich zu durchsieben, bevor man den Kompost in den Garten überführt. Holzschnitt (dünne Ästchen usw.) sehen einfach besser aus und vermitteln mehr Naturnähe.

Der fertige Kompost

Normal ist der Kompost nach einem halben bis einem Jahr fertig. Der Holzschnitt verrottet langsamer. Es ist nach Aussagen einiger Biologen kein Problem, diesen Holzschnitt auch mit in den Garten zu übernehmen, um ihn dort weiter verrotten zu lassen. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht.

Ein umständliches Aussieben des Komposts ist nützlich, wenn man den Kompost für Topfpflanzen nutzen will. Ein solches Sieb muss gross genug sein, manchmal helfen zweckentfremdete Materialien (zB Kellerfenster-Laubsieb oder altes aber engmaschiges Grillrost). Dieser Kompost ist humusreich und sollte optisch und vom Geruch an kaufbare Blumenerde erinnern.

Der Kompost ist nährstoffreich und kann einfach auf die Erde bei den gewünschten Pflanzen gestreut werden, und ersetzt damit den Dünger.

Kalken

Das Kalken sollte erst mit dem fertigen Kompost geschehen, bevor man es dem Garten zufügt. Denn der Kompostiervorgang braucht ein saures Mileu.

Wichtig ist beim Austragen des Kompostes an den Kalkgehalt zu denken. Der Kompost ist sehr sauer. Kalken ist wohl nötig, aber mir fehlt hier Basiswissen um die nötigen Mengen anzugeben. Ich neige dazu, vorsichtig zu sein. Ein zu saurer Boden kann noch einfacher gerettet werden, als ein zu kalkreicher Boden!
Es helfen vielleicht statt einer teuren Laboruntersuchung der Gartenerde die Beachtung von Kalkanzeigern unter den Unkräutern, wie auch jene Pflanzen zu beobachten, die besonders bei sauren Boden gedeihen (Moose, Flechten). Obwohl es auch heisst, dass es einige Moose gibt, die nicht nur bei sauren Boden gedeihen.
Natürlich hilft auch, sich zu überlegen, ob man überhaupt viele Pflanzen hat, die   auf einen leicht alkalischen Boden bzw. Kalk angewiesen sind. Die Herstellerangaben (wie wieviel Kalk nötig ist), halbiere ich automatisch und ich kalke den Boden auch nicht jedes Jahr! Nur der neue/frische Kompost erhält etwas Kalk.
Bis jetzt sammle ich dazu noch Erfahrungen, ich will daher diese Methode nicht propagandieren – vielleicht inspiriert es andere zu ähnlichem. Ich halte die Kalkfrage jedenfalls generell in Bezug zum Garten für eine schwierige Frage. Man sollte wissen, der PH Wert kann bei jeder Pflanze  in einem verschieden optimalen Bereich liegen, aber die Extreme (zu sauer, zu alkalisch) verursachen eine Schwierigkeit bis Unmöglichkeit, Nährstoffe aufzunehmen. Das sind chemische Prozesse, die sich in den Wurzeln abspielen. Wenn also ein Boden zu kalkreich ist, leidet die Pflanze nicht am Kalk selbst, sondern dass sie mit ihren Wuzreln unfähig wird, Nährstoffe aufzunehmen. Sie zeigt dann Mangelwuchs, gelbe Blätter, ist anfällig gegenüber Schädlingen. Dasselbe passiert bei zu saurem Boden.

Mit der Natur verbunden leben (Lebensreformbewegung)

Immer schon faszinierte mich die Verbindung zwischen  Haus und Garten. Es braucht zwischen beiden eine Art Bindeglied, einen besonderen Raum.

Der Schuppen früherer Zeiten ist es, der mich besonders inspiriert. Heute ist es meist ein quadratisches Gartenhäuschen, in dem nicht viel Platz ist, stickig und unangenehm.
Ich denke, es ist ein wichtiger Faktor. Nicht nur finden sich im Schuppen die Gartengeräte. Denn die Erzeugnisse der Natur können in einem genügend grossen Schuppen weiter bearbeitet werden. Wenn man einen kleinen Garten hat, erscheint das althergebrachte Wohnzimmer interessant, um eine neue Funktion zu übernehmen, nämlich die des Schuppens. Das Wohnzimmer liegt nämlich mehrheitlich auf der Südseite, und hat den meist einzigen Zugang zum Garten.

Ob man die Gartenwerkzeuge in einem kleineren Gartenhäuschen oder gar im Haus verstaut, mag dahin gestellt sein; ich nutze den freien Platz in unserem Garten lieber für irgendeinen Busch. Der Schuppen „Wohnzimmer“ kann ein Ort sein, wo es genügend Raum gibt, um sich mit der Natur zu beschäftigen. Vieles ist hier denkbar. Aber natürlich recht anders, als wie man gewöhnlich das „Wohnzimmer“ nutzt. Es würde jetzt mehr zum Ort schöpferischen Wirkens, der Entdeckungsreisen  usw.. – das Fernsehen ist ja bereits seit gut einem Jahrzehnt ein Relikt bei einer steigenden Menge von Leuten.

Es hört sich nach wenig an, aber es kann einiges zusammen kommen. Wenn man zB emsig Mülltrennung betreibt, schafft man nebenbei dadurch einen eigenen Bezug zur Natur. Wobei ich keinen Ekel empfinde, solange der Küchenabfall nicht bereits zusammengepanscht in einem Eimer gelandet ist. Wenn man einen Komposter pflegt, und überhaupt viel an Naturerzeugnissen sortieren tut, dann ist die meist kleinere Küche sogar wegen dem geringen Platz weniger geeignet für sowas.
Umso größer ein Raum, in dem man tätig wird, desto geordneter bleibt alles. Und dass man täglich mit der Natur beschäftigt sein kann, ergibt sich mir aus Erfahrung in den Sommermonaten. Es ist doch stets nötig Essen zuzubereiten und wofür hat man seine Kräuter im Garten?

Ausserdem findet das neue Leben auf dieser Erde auch immer mehr Verlangen nach kreativen Ausdruck. Auch dafür braucht man Platz. Dinge, die man mal stehen lassen kann, und nicht wegen der erwünschten (Pseudo-)Ordnung beiseite räumen muss.
Behaglich und wohnlich erscheint mir ein Raum durch die Sitzgelegenheiten, die sich ja immer noch bieten.

Architektur, Wirkung auf unser Bewusstsein und Feng Shui

Das Fachwerk-Haus meiner Großeltern blieb mir in lebhafter Erinnerung. Ich verglich alles spätere, was ich an Architektur begegnete, mit diesem Haus. Teils waren die Räume und Flure geschlossen, teils geöffnet, aber alles aufgrund der Fensteranordnung mit genügend Licht, was eine zwischen Schatten und Dunkel tangierende angenehme Atmosphäre schuf. Das war einfach fantastisch, und dabei war es kein besonders großes Haus.

Was war das Besondere? Mir fiel es erst später auf. Es ist, dass wir täglich durch ein Haus gehen, das kann uns sehr stark prägen! Gibt es öffnende Flure, das heisst, sind sie lang, und mit Tageslicht versehen, oder haben sie etwas dunkles an sich, sind geschlossen und quadratisch?

Täglich durch so einen Gang zu gehen, erscheint mir immer wie ein Präludium zu einer späteren Tätigkeit, die dann in den Räumen geschieht. Ich finde, die subtile Beeinflussung durch unsere Architektur kann man mal hervorheben. Immerhin gibt es auch das fernöstliche feng shui. Das an dieser Stelle nur daran erinnern soll, dass Energien je nach Raumlage, und Anordnung von Fenstern und Türen eine andere Wirkung bekommen können. Ich habe dahingehend erfahren, dass eine Tür und ein Fenster auf einer Linie tatsächlich absolut ungünstig sind. Das entsprechende Zimmer wird energetisch immer wieder „leer gefegt“. Eine 100%ige Abhilfe schuf ein hoher Schrank, den ich einfach quer vor die Tür stellte. Die Tür öffnet sich nach innen und trotz Schrank bietet sich genügend Platz zum Rein- und Rausgehen. Der Schrank verkleinert den Raum nur unwesentlich, da die Tür und damit  der Schrank glücklicherweise an einer Ecke des Raumes ist.

Ich denke, die Architektur in Japan oder China wird auf solche Dinge sehr oft denken, und ich bin der Ansicht, Kreativität und Originalität ebenso wie ein autarkes Bewusstsein (Selbstbestimmung) können durch eine entsprechende Architektur gefördert werden, die Zentrierung, ebenso wie unsere Verbindung zur Natur.

Auf der anderen Seite stehen Tendenzen, die unsere Zerstreuung fördern, und unseren Mangel an Selbstbezug, weil man in seiner Sammlung und Zentrierung dann allein schon durch ein vorbeifahrendes Auto sehr gestört sein kann, weil dieses Auto durch ein ungünstiges Feng Shui eine erhöhte zerstreuende Wirkung erhält.
Ich will nicht sagen, dass man einer solchen (blinden) Architektur  ausgeliefert wäre, aber man kann die Räume entsprechend umgestalten, in ihrem Zweck neu bestimmen und vielleicht auch einige Grundlagen in Feng Shui beachten. So wirkt man erstaunlich gut gegen die ungestalteten Energien ein.

Lebensreform Bewegung und die Spirale des Lebens

Vor wenigen Jahren und lange Zeit nach der Kindheits-Erfahrung mit dem Haus meiner Großeltern begegnete ich dem Begriff „Lebensreform“, genauer Lebensreformbewegung. Diese Bewegung drückt sich teils auch im Jugendstil aus. Ein anderer Zweig ist die Bauhaus Tradition. Man denke an die vielen Aussagen „Kunst und Leben“. Von Kandinsky bis hin zu Joseph Beuys findet sich die Forderung, dass die Kunst und das Leben zusammengehören. Das aber setzt voraus eine Definition, was eigentlich Leben sein soll?
Vorweggenommen halte ich die Kunst für eine einfachste Sache: Sie soll uns gefallen, und die Wohn- und Lebensqualität erhöhen. Aber der gewöhnliche Geschmack an Ästhetik kann sich erweitern, und  Symbole, Stile oder ähnliches können unseren Horizont auf metaphyische Inhalte bringen. Auch Farben können dahingehend eine Rolle spielen. All die Kunst an den Wänden strahlt Energien aus. Die Kunst wird in einem Augenblick  der Losgelöstheit geschaffen, es sei denn man ist mit dem „Kopf woanders“ (und das merkt man der hergestellten Kunst auch an). Wahre Kunst, die beim Schaffen diese Losgelöstheit als Fundament besitzt, strahlt damit immer mit dieser Losgelöstheit uns an und dient unserer eigenen Fähigkeit zur Losgelöstheit. Mit Losgelöstheit meine ich die befreite Wahrnehmung, eine Vergeistigung wenn  man so will…

Die Inhalte (symbolische Aussagen, Farben, Formen) müssen dem Bewohner zuträglich sein. Was individuell verschieden aussehen kann. Bei solchen Sachen beginnt die Verbindung zwischen Kunt und Leben.

Die Zeit der typischen Lebensreformbewegung kann gesehen werden zwischen 1880 und vielleicht 1930. Auch der Begriff Künstlerkolonie stammt aus dieser Zeit. Meines Erachtens haben Schriftsteller und Künstler wie Thomas Mann noch ein goethianisch-humanistisches Ideal vor Augen gehabt. Eine Besinnung auf die antike Klassik, wo es um den Menschen und seine Stellung im Leben geht. Eine regelrechte Besinnung, dass wir Menschen als Menschen geboren werden, und nicht als Bürger. Die Frage, was ein Mensch ist, das ist eben wesentlich. Er ist kein Arbeiter, kein Trottel für andere, kein Clown für die Nutzniesser aller Art, kein Existenzialist, kein Survivalist, kein Rollenspieler, kein Irgendwas, sondern ein Mensch, der begabt ist mit menschlichen Fähigkeiten, wie zB Wahrnehmung, Erkenntnis und schöpferische Kraft.

Zwischen den Zeilen der Schriftsteller der Zeit von 1800 bis 1950 schwingt noch ein bisschen dieser Bezug auf echtes Leben mit. Mit den späteren Schriftstellern ab 1950 geht es dann nur noch um Dramen und Romane, die mir irgendwie entleert von jeder höheren Bedeutung erscheinen. Nicht mehr die Lebensreise mit ihren typischen Konflikten spielte eine Rolle, sondern Spannung und Krimis, angepasst an ein modernes (Un-)verständnis des Lebens.
Vielleicht nett zu lesen, aber ohne größere Reflektion über das eigentliche Leben. Ohne tieferen Gehalt. Darin sehe ich das grösste Manko unserer modernen Schriftstellerei, aber auch mancher Kunst: Es geht nur noch um Zeitvertreib, und nicht mehr um eine Reflektion, oder Durchdringung und Transzendierung des Lebens… (wobei die Kunst natürlich als Hauptweck die ästhetische Verschönerung des Lebens hat, was sich nie ändert – aber was sich geändert hat, ist die totale Einschränkung des Lebensgeistes in unserer heutigen Zeit und das ging in die Kunstwerke ein).

Was ist in dieser Lebensreformbewegung inbegriffen? Laut Wikipedia handelt es sich um eine „Back to the roots“ Bewegung, ein Streben zum Naturzustand. Eine Kritik an der Industrialisierung und Lebens-Entfremdung ist dort auch immer anzutreffen. Diese Lebensreformbewegung mag viele verschiedene Detail-Definitionen und Ideale haben. Aber praktisch gesehen wird es immer darauf hinaus laufen, Garten und Wohnen, bzw. Natur  und Wohnen zu verbinden. Die Natur ist der Ort, der uns erhält. Es ergibt schon logisch Sinn, daher auch in einem intakten und intensivem Bezug zur Natur zu stehen. Aber es gibt weiterhin das spirituelle Bauchgefühl, welches uns zu dieser Verbindung kommen lässt und es will   eine intakte und bewusste Verbindung sein.

Es erscheint mir auch sehr logisch. Mensch und Natur gehören zusammen. Die antike Hochkultur feierte mit ihren Spiralen, Ornamenten  und ähnlichen Symbolen das Lebensprinzip. Die Spirale gilt als Kern des Lebens. Es ist die Kraft, die sich stets erneuert – wenn auch manchmal sehr grob auf physischer Ebene durch Tod und Wiedergeburt. Jedenfalls scheinen die Pflanzen sich über jeden Teilerfolog ihres eigenen Wachstums sehr zu freuen. Es ist das Glück, wenn die Möglichkeiten sich erweitern, wenn sie sich erfüllen darin, das zu sein, was sie sein sollen. Und dasselbe gilt eigentlich auch für unser Bewusstsein. Jede Erkenntnis bringt uns weiter. Jeder bewusste Augenblick hält eine Fülle für uns bereit. Auch in solchen Momenten drückt sich das Werden aus, das Lebensprinzip. Und es ist auch ein Glück, wenn eine Kunst einlädt zur Verweilung im Augenblick.

Der Jugendstil schuf mit seinen Ornamenten und floralen Mustern eine entsprechende Atmosphäre, die stellenweise an alte Hochkulturen erinnerte, insofern die Mäander und ornamentalen Muster an das Lebensprinzip der Natur erinnert.

Gerade in der Architektur des Jugendstils fand sich vieles, um das Leben tiefgreifend zu verschönern. Wer sich jemals in einem Jugendstil Haus befand, am besten auch ein paar Tage darin leben durfte, weiss einzuschätzen, wieviel es ausmachen kann, wie die Räume eines Hauses gestaltet sind und wo die Brücken zur Natur bestehen. Der Wintergarten erhielt oft besondere Bedeutung, auch als Studierraum und Essraum. Nordseite und Südseite wurden beim Jugendstil natürlich ebenso berücksichtigt wie eigentlich bei jeder Architektur.
Leben findet statt in Ritualen, und umso wichtiger ist der Ort, wo diese Rituale wie Essen und Nahrungszubereitung oder Bürotätigkeiten stattfinden. Das Büro von früher kommt mir übrigens noch als Stube, als Bibliothek, als Ort für geistige Entdeckungsreisen vor. Das bürokratische Leben war noch nicht so übermächtig wie heute. Es war für die damaligen Verhältnisse (gemeint ist die Zeit bis 1880!) das Wirtschaften noch ein Mittel, seine Unabhängigkeit zu bewahren und wurde dementsprechend öfter und leichter als Errungenschaft erlebt. Heute erscheint das Büro als die totale Entfremdung von dem, was ursprünglich das Wirtschaften ermöglichen sollte: Freiheit. Man fühlt sich durch Behörden und Steuern wie umzingelt und das Büro wird – wenigstens aus meiner Sicht – mit negativen Assoziationen versehen.

Die Hybris der Gegenwart – Büros der Vernichtung

Vielleicht ist auch diese Entwicklung ein Hinweis, dass Kapitalismus und wirtschaftliches Handel total am menschlichen Leben und seinen Bedürfnissen vorbeizielt. Damals um 1800-1900 fiel die Abhängigkeit des durch die Kultur aufgestellten Existenzdruck und der Pflichten nicht so ins Gewicht, sofern man mit eigenem Tun sich über Wasser halten konnte und ein eigenes Haus hatte.
Die Atmosphäre des 1800-1900 Jahrhunderts spielte für das Erleben bis 1930 noch eine grosse Rolle – wer irgendetwas anbieten konnte, oder verkaufen konnte, und dafür ein Büro hatte, empfand das als eine Belohnung: dass er eben mit seinen Talenten seine Existenz verwirklichen konnte. Heute erscheint einem jedes echte Büro als die totale Abhängigkeit gegenüber jenen, die diese Abhängigkeit erzeugen: Versicherungen, Zwangsgebühren und Steuern –  all diese teuren Bausteine, für ein letzlich aus dem Ruder gelaufenes Herdenleben. Wobei diese Herde in ihrem Welt-Betrieb auf Abgründe zurennt: Ökonomie (Zins, Schulden), Ökologie (Artensterben), Umwelt (Vergiftung), Psychologie (statistisch gesehen gibt es  Industrienationen mehr unglückliche Menschen als in den sog. dritte Welt Staaten, was nicht an der dichteren Erhebung in den Industrienationen liegt), Soziologisch (soziale Verrohung; die verbale Schundsprache gilt heute als Ultima Ration jugendlichen frischen Ausdrucks – „es ekelt und kotzt mich an! So ein Scheiß“), psychosoziologisch (wie Einzelne unter der massenhypnotisierten Gesellschaft leiden), und auch gesundheitlich („wir arbeiten uns zur Krankheit“ und machen die Gesundheits-Systeme dadurch ja erst teuer).
Und einen Untergang erlebe ich auch in Sachen Intelligenz, nämlich dass die Hybris dieser Kultur von zu wenigen Leuten erkannt wird. Jeder müsste es eigentlich erkennen! Ich erkläre mir das zum Teil mit einfach fehlendem Anspruch, dem man dem Leben abgewinnen will, und andererseits dass es für sie nie anders war, und die Leute gewissermaßen hypnotisiert von der Normalität sind. Aber intelligent ist das nicht gerade, oder? Anlauf nehmend und im Saus und Braus auf den Abgrund zurennend von Ökonomie, Ökologie, Psychologie, Soziologie, Gesundheit…. – das ist mit Verlaub: Wahnsinn.

Die „Belohnung“ fällt immer geringer aus; Geld kann echtes schöpferische Wirken, besonders künstlerisches oder handwerkliches Wirken nicht ersetzen. Die schöpferischen Kräfte werden geradezu verlegt, vergessen… – so wie die Küche wird das Leben in den Norden versteckt (in die Dunkelheit der Unachtsamkeit gesperrt).
In einer anderen Zeit – so träume ich vor mich hin – würden wir Tauschgeschäfte betreiben und auch sehr viel umsonst für andere machen. Einfach weil wir froh genug sind. Und weil das Geld ein zu grosser Umweg ist. Vieles an Kosten der Systeme würde einfach eingespart, weil sie keinen Bedarf mehr decken müssen (ein gesünderes Leben braucht keine teuren Gesundheitssysteme).

So vieles geht verloren, bei unserem modernen rückschrittlichen Leben.

Spiel-Filme von heute, die  das Leben bis 1850 zeigen, offenbaren eine enge Verflechtung zwischen Natur und Leben – und das ging verloren mit der Industrialisierung. Die Lebensreformbewegung erkannte, was verloren zu gehen drohte, und postulierte einen wichtigen Gegenentwurf.

Garten und Natur

Der Garten war auch in früheren Zeiten vor allem für die eigene Produktion von Nahrungsmitteln vorgesehen. Ich bin am planen, den Rasen aus unserem Garten grössten Teils zu entfernen, und mit Blumenbeeten und Nahrungsmittelpflanzen zu ersetzen. Eine Wagenladung Steine soll als natürliche Beetbegrenzung dienen. Der Rasen erscheint mir immer nutzloser, befremdlicher, überflüssiger. Ich frage mich, warum die Leute eigentlich den Rasen so kultivieren. Für einen Riesengarten ist das wohl naheliegend, aber für kleinere Gärten eher bloße Nachahmung, weil es alle tun. Ein kleinerer Rasen verursacht dann mit dem Rasenschnitt auch nicht so viel stickstoffreichen Kompost; ausserdem ist Rasenschnitt sowieso schwer zu kompostieren (braucht genügend Luft!). Übrigens: Was Kompost angeht, ist üblicherweise immer sehr hilfreich, genügend Kohlenstoffanteile dabei zu haben in Form von Holz oder notfalls (nicht belastetes) Papier als Zusatz (zB Toilettenpapier, kein Altpapier wegen der giftigen Druckerfarbe) .

Was ist mit dem Wohnzimmer? Es besteht typischerweise aus dem neuen Mittelpunkt Fernseher. Früher war der Mittelpunkt des Lebens die Küche und der Herd. Oder der Kamin im Winter. Die Terasse im Sommer.
Sitzgelegenheiten wird es immer geben. Kann das Wohnzimmer nicht eine neue Funktion übernehmen?

Mein eigenes Wohnzimmer mit seiner Tür zum Wintergarten erscheint mir immer mehr als Gelegenheit, die Natur wieder zurückzuholen. So könnte ich mir gut vorstellen, dort die Lebensmittel bzw. Nahrung für das Essen zuzubereiten. Das würde die Nahrhungszubereitung von der dunklen Nordseite in die Sonnenseite bringen. Das bedingt natürlich, dass man das Wohnzimmer dauerhaft entsprechend einrichtet, damit es leichter wird.
Wenige Schritte zu den Kräutern und Gemüse im Garten. Mir erscheint diese Ausrichtung der Himmelsrichtungen  immer wesentlicher. Der Kühlschrank usw. können  in der ursprünglichen Küche (im Norden) bleiben. Aber Essen zubereiten und verköstigen  auf der Südseite, das macht Sinn. Energien der Sonne (Energien der Zuwendung zur Sonne) fliessen in die Zubereitung ein – eine Tatsache.

Ein Schuppen oder sonstwie besonderer Raum als Bindeglied zwischen Natur und Haus, das finde ich sehr wesentlich. Aus der Natur kommt so vieles an Rohstoffen, Stoffe wie auch Holz oder die üblichen Mittel der Nahrungszubereitung. Bald ist übrigens wieder Holunderblütenzeit. Entsprechend getrocknet können die Holunderblüten für den nächsten Winter aufbewahrt werden. Ein hervorragendes schweisstreibendes Mittel bei Erkältungen.
Vieles lässt sich sammeln und das ist etwas ganz anderes, wenn man die Naturprodukte selbst sammelt. Der lebendige Bezug zur Natur wird erweitert.

Mit einem Schuppen oder sonstigem Bindeglied hat man ein grosses Stück Integration zwischen eigenem Leben und der Natur betrieben. Es wirkt irgendwie als besondere Erfahrung auf einen zurück, nämlich Teil der Erde zu sein. Und das ist in meinen Augen nichts nebensächliches. Es ist etwas, was uns grossen Rückhalt schenkt. Nicht nur ideell oder emotional, sondern für mich sind das tatsächliche energetische Verwurzelungen, die stattfinden können, wenn unser Bezug auf die Lebensumgebung ein intakter, bewusster Bezug ist.

Utopie einer Zukunft

Ich glaube eine moderne Vision ist es, sich weitgehend selbst ernähren zu können. Wenn man den Aufstieg der Erde in Betracht zieht, scheint es ja darauf hinauszulaufen, dass sich viele Dinge ändern werden, auch unser Bedarf an Nahrungsmittel (wird geringer), wie auch möglicherweise die empfundene Zeit, die eine Pflanze braucht zum Wachsen. Das ist natürlich eine unklare Zukunft (mir ist es nicht gewiss, wie es alles wirklich sein wird).

Aber selbst wenn das nicht so wird, eines dürfte sicher sein: Der Kapitalismus wird beendet. Die Zeit des unendlichen Wachstums wird vorbei sein, die Zeit der Besitzverhältnisse ebenso. Das liegt an den psychologischen Prozessen, die der spirituelle Energieanstieg auslösen wird. Aber auch an den Prozessen auf weltlicher Ebene:
Teilweise ist die Dynamik des Kapitalismus auf Selbstzerstörung angelegt (allein der Zins beweist es). Man „bestaune“ die zahlreichen Mechanismen der Währungshüter, Deflation, Inflation, Zins, Gegenszins.  Wäre das Währungs-System nicht bereits auf schiefem Fundament gebaut, bräuchte es keine Regelmechanismen.
Der Aufstieg wird hier die Manifestation dessen zutage fördern, was als Potential bereits angelegt ist. Also der Untergang des Kapitals. Das wird allein schon viel befreien. Das Potential des Menschen ist schöpferische Kraft. Die wird befreit.

Die Erde gehört uns allen, und wir müssen es nur untereinander regeln, wie wir Land beanspruchen. Heute gehört einem Land nur auf dem Papier, der Besitzer hat manchmal sogar sein Land niemals gesehen. In Nordrheinwestfalen gehört viel Wald zB Thyssen Krupp oder RWE und so weiter. Oder der Stadt.

Dass man hierzulande so viel freie Fläche nicht benutzen kann, weil es irgendwem „gehört“, das ist bald nicht mehr denkbar. Eigentlich ist das Leben durch die Besitzverhältnisse entrechtet (Joseph Beuys) und das Recht wird zurückkommen.
So lässt sich auch denken, dass das, was in Griechenland passiert, auch hier passieren kann. Dass die Leute – wegen dem finanziellen Druck –  frei liegende (unbebaute) Flächen auch mitten in der Stadt nutzen werden, um Nahrung anzubauen.

Man kann sich vieles über die Zukunft denken, man sollte die positiven Entwürfe, die zugleich realistisch sind, bevorzugen.Was die finanziellen Belastungen angeht, habe ich eine Art Tunnel als Vision vor Augen gehabt. Der Tunnel wird eine gewisse Zeit so eng sein wie bisher, für 2-4 Jahre  scheint es mir dann etwas enger zu werden, die Belastung (Steuern, Abgaben, Kosten) steigen, aber es wird natürlich auch noch der Aufstieg uns mit seinen positiven Energien von Gelassenheit und Gleichmut helfen.
Und dann sehe ich eine Art Öffnung, wo die Bealstungen sprunghaft verschwinden – und was sich da öffnet sieht in meiner Vision aus, wie ein erster wichtiger Schritt zum goldenen Zeitalter, alles weitere wird dann auch in einer anderen Energie stattfinden; d.h. da kommt keiner mehr auf den alten Unsinn, und Lügen oder Verbrechen sind auch nicht mehr möglich, sondern Klarheit und Vernunft sind die neuen Wegweiser, neben dem aufkommenden Gespür der Leute, dass das Leben etwas Wunderbares ist, das man nutzen sollte; bisher stecken die Leute viel Energie in die Illusion (vor allem stecken sie viel Energie und Lebenskraft ins Geld, und Geld ist eine Illusion, selbst wenn alle dran glauben – tatsächlich ist der Glaube der einzige Faktor, der das Geld funktionieren lässt). Sicher, heute wäre man noch dumm beraten, würde man nicht aufs Geld achten (als Obdachloser lebt es sich bekanntlich sehr nobel)…

Ich finde wichtig, dass man sich eines vor Augen hält. Die Stimmung einer zukünftigen Zeit (vielleicht schon 2025) wird eine ganz andere sein als noch heute. Es wird weniger Druck geben, weil wir durch den Aufstieg den Wahnsinn des industrialisierten Lebens gar nicht mehr ernst nehmen werden, sondern weil wir einen anderen Ernst entdecken: Den Ernst der Leichtigkeit. Es wird uns sehr wichtig sein, dem Leben einen angemessen Rahmen zu geben. Tun die Leute es nicht, werden sie innerlich leiden.

Natur und Wohnen – warum sollte das zusammengehören? Ich denke, es ist dieselbe gefühlte Bedeutung, die alle Leute jemals hatten, die von dieser Idee schwärmten. Es fühlt sich heile an, es ist ein Ausdruck von Verbundenheit zwischen Leben des Menschen und seinem Lebensort der Natur. Eine Ganzheit entsteht.

Der Bezug zur Natur ist heute von Entfremdung geprägt. Mir kommt besonders das moderne Stadtleben vor, als fürchten geradezu die Leute die Natur. Dreckig, Mücken, Hundekacke, ein Land fern der Realität. Dass man sich unter Menschen nicht weniger  an gefährlichen Krankheiten anstecken kann, scheint aufgewogen durch die Vorteile in der sozialen  Kultur  eine Verankerung zu finden. Mir scheint aber, die Leute sind in Wahrheit untereinander sehr befremdlich, weil ihr Bezug zur Natur entfremdet ist. Der soziale Faktor soll nur den Halt geben, den man im Leben sonst nicht findet – was irgendwie das typische „nach den Erwartungen gehen“ bedeutet – was doch eine Unerfülltheit hinterlässt, weil man nicht immer so sein kann, wie man möchte – sonst würde der soziale Faktor einen mit Ignoranz oder Ablehnung bestrafen.

Diese moderne Lebensart der Entfremdung von der Natur erscheint mir geradezu wie eine Verleugnung der eigenen Wurzeln, als Mensch Teil der Natur zu sein.
Wann immer ich Pflanzen im Garten kultiviere, reflektiere ich automatisch auch mein Bewusstsein: es ist eine Erinnerung, wie herrlich dieser Planet ist, wie das Meer der Pflanzen um uns herum dasselbe tut wie wir: das Leben geniessen (und Probleme meistern). Dabei findet auch der jahreszeitliche Wechsel seinen Widerhall. Mit der Natur zu gehen, erscheint mir irgendwie mehr als nur opportun, es ist geradezu notwendig.

Jedenfalls liegt ein grosser Reiz darin, den Mittelpunkt des Lebens nicht mehr in der Abtrennung von der Natur zu sehen, in einem isolierten naturentfremdeten Haus, sondern die Natur miteinzubeziehen, um diesen natürlichen Mittelpunkt für sich zu generieren.
In einem Mietshaus ist das vielleicht nicht so einfach, aber ich entdecke tatsächlich immer irgendwelche Häuser, wo sich jemand emsig bemüht, einen ansonsten verwahrlosten Vorgarten oder Hofgarten zu pflegen. Ausserdem gibt es ja herrliche Zimmerpflanzen und man kann natürlich wie jeder in die Natur gehen, um dort etwas zu sammeln usw..

 

Über das Glück

Wahres Leben

Glück entsteht in einem Leben, das man „wahres Leben“ nennen könnte.
Leichtigkeit, Selbstbestimmung, eigenen Vorlieben entsprechend leben (Freiheit), und vor allem Glückseeligkeit, oder zumindest eine von Zufriedenheit und Ausgeglichenheit geprägte Grundstimmung – das sollte man als menschliches Lebewesen anstreben. Das ist für mich wahres Leben. Dabei würde ich sagen, dass die Freiheit der Wahrnehmung einen grossen Stellenwert einnimmt. Es gibt zwar die Notwendigkeit, mit dem, was die Körperlichkeit oder Umwelt herausfordert einen angemessenen Umgang zu finden. Aber ansonsten ist die Wahrnehmung frei zum Träumen…

Solche Leben, die aufblühen dürfen, und die selbstbestimmt gelebt sind, verdienen das Attribut wahrhaftiges Leben. Wo nicht so viel versteckt werden muss. Oft wird in unserer modernen Kultur das Leben geradezu versteckt, weil Kollektiveinflüsse es nahelegen, oder weil einem die Sorge wichtiger wurde… jenes, was als Mühsal oder Sorge einst das Unglück abwenden sollte. Was aber bald unser Streben nach Glück gänzlich verfälschte.

In meinen Augen besteht um die 80% der Spiritualität in Psychologie. Dabei geht es oft um die Einstellung, die Schatten, um die Negativität oder das Ego. All das, was unsere Stimmung und Absicht trüben kann. Und was von der Wahrheit und der objektiven Wahrnehmung ablenkt.

Man hat in unserer Welt sehr oft den Eindruck, man müsse zum Lachen in den Keller gehen.

Matrix

Wir kennen alle den Begriff der Matrix. Für mich ist die Matrix eine Denk- und Fühlweise, die typisch für ein angepasstes Leben ist. Wo das Leben fremdbestimmt wird und man sich ins Ungleichgewicht bringen lässt, aber vor allem nichts an einem lebensfernen und seelenleeren Zustand ändern will… –  Sensitive bemerken den Einfluss von Verdrängungs-Energie aus ihrer Umwelt. Manchmal noch mit dem Nachdruck von verdriesslicher negativer Energie (so wie man angewidert eine Ware im Supermarkt mit gehässigem Eifer zurückschleudert in das Regal. Der Mensch in der Moderne: mehr als nur gleichgültig, sondern angewidert von den Pflichten und Abhängigkeiten).

Das Leben in seinem natürlichen Drang wird weggewischt, übrig bleibt eine verkopfte Ego-Bewusstheit. Ein regelrechter Stumpfsinn… –

Das Leben in der Moderne besteht aus isolierten Ereignissen, wir müssen oft von Ereignis zu Ereignis hüpfen; oft in einer „bewusstseins-entleerenden“ Hektik – und es ist verdammt schwer, ohne weiteres seine Mitte zu bewahren. Als spirituell orientierte Menschen wollen wir gerade diese Unbewusstheit für uns nicht weiterführen, weil wir den Gewinn erkennen, den ein wahres Leben für uns bedeutet. Weil wir auch die Not erkennen, mit der unsere Seele uns vor einem falschen weil unerfüllten Leben warnt. „Wieso wurde ich in dieses Menschsein geboren, wenn ich nicht teilnehmen darf?“, könnte die Seele uns fragen.

Indem man sich die Schatten, Niedergeschlagenheit, Ängste oder Wut anschaut, ahnt man, dass wahres Leben genau jenes ist, wo diese Schatten nicht auftreten. Aber auch der moralische Druck, die kollektiven mentalen und emotionalen Muster gilt es abzulegen. Es ist wahrlich ein besonderer Schritt für den Menschen, wenn er wirklich auf eigenen Füßen steht und seine volle Freiheit nutzt. Das scheint nicht einfach, aber nötig. Man könnte sich allein und verloren fühlen – doch die uns von Kindheit an gegebene Vertrautheit mit der Kultur ist nur eine billige Mogelpackung. Es gibt eine andere Ebene der Vertratutheit: Denn damit wird der Weg frei für das Seelische, und wahre Interessen und wahre Vorlieben kommen aus uns hervor. Wahre Verbundenheit mit allen Lebewesen wird ermöglicht.

Der Stumpfsinn unseres Verstandes neigt indes dazu, alles schwarz-weiss zu malen – und oft heisst es, es könne nicht alles gut sein. Das Negative habe seinen Platz. Für mich ist es das Ziel, das Ideal des Heils, das uns erfahrungsgemäß dazu bringt, negatives nach und nach abzulegen. Erste Fortschritte überzeugen uns, und die Belohnung ist das Glück. Aber es ist schon richtig, dass man seine negativen Seiten akzeptiert. Zunächst… – denn sonst leidet man ja an sich selbst, weil man sich ständig einredet, ungenügend zu sein.

Aber ist wahres Leben noch mehr als nur die Schatten zu erlösen? Ja, ich würd sagen, die Schatten sind nur die Hürden. Dann zeigt sich mit Bewusstheit und Erkenntnis das wahre Leben.

Für mich kommt dabei das Lebensgefühl zustande, ein für jeden Menschen notwendiger Eindruck von Freiheit.

Wenn man einem Weg treu bleibt, der nicht von den (Un-)Werten der Kultur bestimmt wurde sondern von uns selbst.

Wo unsere Seele im Fahrzeug von Geist und Körper ihre Reisen unternehmen darf. Und es fliesst etwas zu uns zurück, das alle Mühen belohnt. Das ist das Glück, das sich auftut, mit seiner Seele weite Welten der Erfahrung zu durchwandern. Tag für Tag, lebenslang, neue Entdeckungen machen, und das Leben in seinem Gehalt vertiefen. Jedes Leben ist da einzigartig, und es gibt keinen anderen Masterplan, als das, was sich die Seele  vorgenommen hat. Als das, was uns die eigenen Interessen, Vorlieben oder Sichtweisen liefern. Umso mehr man an Wahrheiten über das Leben erkennt, desto tiefgründiger wird alles – ohne dass es dabei von Relevanz für andere sein muss.

Unsere Kultur kommt mir vor, als wäre erst etwas für uns bedeutend, wenn es für andere Bedeutung hat. Das ist die Matrix, die uns gelehrt hat, an einen allgemeinen Maßstab festzuhalten (Gleichschaltung).

Selbstermächtigung

Wir selbst sind Wahrnehmende, Beobachtende, Traumreisende, Bewusstseinsreisende. In unseren Augen findet alles statt. Wir sind die, um die es geht. Irgendwo erscheint es mir wichtig, die ganze Reise als  eine eigene Reise zu betrachten. Ebenso wird unsere Weltanschauung, unsere Lebensauffassung sehr verschieden sein können, weil wir sehr verschiedene Menschen sind – obwohl es allgemein  Gemeinsamkeiten gibt, die das typisch spirituelle Element bedeuten. Oder die eine für andere interessante Mitteilung ermöglichen.

Freiheit

In erster Linie ist Freiheit für uns wichtig, weil sich nur so das Leben erfüllen kann.

Für uns hat daneben der Augenblick einen enormen Wert, und wir wollen möglichst die Wahrnehmung jener Welten erweitern, die der Augenblick für uns bereit hält. Den Augenblick zu befreien,  heisst die Wahrnehmung zu befreien.

So erscheint uns das, was wir im Leben seelisch gewinnen können: Eine Erfahrung, und vielleicht auch Selbst- und Gotteserkenntnis, oder einfach nur ein bewusst durchlebtes Dasein. Dabei suchen wir mit unseren Interessen die Räume zu betreten, die Möglichkeiten für uns bereit halten. Diese Interessen und Vorlieben sind, bis auf wenige Ausnahmen (Ego, Einbildung),  aus dem Seelischen herrührend. Ich glaube, man kann sagen: dass umso öfter sich etwas für uns im Leben als bedeutend erweist, um dort etwas zu tun oder zu erfahren, desto näher ist es auch mit dem seelischen Plan. Seinem Gespür zu folgen, seinen wahrsten Neigungen auf den Grund gehen, das ist auch Freiheit.

Wertschätzung, Liebe

Auch Wertschätzung ist für uns sehr wichtig. Vieles geschieht im Leben in einem lebendigen Bezug, den wir aufstellen. Wir begegnen andauernd Dingen oder Personen und es ist seelisch gesehen von Bedeutung, was mit einer Begegnung in uns passiert. Das wird umso bedeutender, je weniger Ego beteiligt ist. Aber ich meine, man kann das Enthalten des Ego schlecht zum Dogma machen, denn zu ungünstige Einflüsse können bei einer zu grossen Offenheit sehr schädigend wirken.
Irgendwie ist es jedenfalls eine Kunst, in einem lebendigen Bezug zu bleiben, wenn man zB unter Menschen ist. Aber es gibt auch Sachen, Tätigkeiten (Garten, Kunst, Lesen usw.), zu denen wir alle einen Bezug aufbringen. Hinter den Sachen stehen zB materielle Güter der Erde, Pflanzen oder Naturkräfte. Und schliesslich ergibt sich mit dem lebendigen, wertschätzenden Bezug eine Art seelische Wärme…
Wir gewinnen den Bezug zum Leben, weil wir das Leben erkennen – automatisch regt sich in uns die Wertschätzung. Und wenn Indianer und Naturvölker von der Heiligkeit allen Lebens reden, ist es wohl dieselbe Wertschätzung des Lebens und aller Dinge. Für uns ist das Leben Ausdruck des Einen oder Ausdruck einer Schöpfung usw.. und wir deuten das Leben als Träger und Vollbringer dieser Schöpfungsordnung.

Wir spüren das Leben, wir sonnen uns darin zusammen mit Trillionen anderer Seelen, und bestaunen das Schöpfungswerk der göttlichen Gesetze und Kräfte. In dieser herrlichen Leichtigkeit des Seins, im Glück wie auch in der (universellen) Liebe. Begeisterung und seelisches Feuer!

Jean-Luc Picard aus dem Star Trek Universum (in „Treffen der Generationen“):
„Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet. Und uns daran erinnert, jeden Moment zu geniessen, denn er wird nicht wiederkommen. Was wir hinterlassen, ist nicht so wichtig wie die Art wie wir gelebt haben. Denn letztlich sind wir sterbliche Wesen…“

Beste Grüße
Stefan A. / April 2018